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Wenn das Wesentliche im Verborgenen wirkt

Einige Abende vergehen schnell. Andere begleiten uns noch lange, obwohl sie auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches bereithielten. Ein gemeinsames Essen. Ein Gespräch, das erst ganz nebenbei beginnt. Ein Lachen über einen misslungenen Schritt. Erst Tage später wird spürbar, dass genau dort etwas in Bewegung geraten ist.

So beginnt auch diese Woche.

Am Montag, dem 10. August, begleitet uns der Mond noch durch den Krebs. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Vertraute. Zuhause ist mehr als ein Ort. Es ist ein Gefühl. Es entsteht dort, wo Menschen sich angenommen wissen und einander Raum geben, einfach sie selbst zu sein. Gleichzeitig wirkt die Sonne im Löwen noch harmonisch mit Saturn zusammen. Freude und Verantwortung geben einander Halt.

Am nächsten Tag wartet auf unser Tanzpaar der erste gemeinsame Tanzkurs. Beide freuen sich darauf, obwohl keiner genau weiß, was sie erwartet. Die Musik beginnt, die ersten Schritte wirken noch etwas unbeholfen und mehr als einmal geraten die Füße durcheinander. Doch schon nach kurzer Zeit geschieht etwas, das sich nicht üben lässt. Der Blick löst sich vom Boden. Aus einzelnen Schritten wird ein gemeinsamer Rhythmus. Man beginnt nicht nur die Musik zu hören, sondern den anderen zu fühlen.

Wenn Worte den Weg finden

Nach dem der Kurs endet, setzen sie sich noch ins Restaurant. Sie bestellen ein Glas Wein und lassen die vielen Eindrücke langsam nachklingen. Das Gespräch springt zunächst von einem Thema zum nächsten. Sie lachen über kleine Missgeschicke auf der Tanzfläche und staunen darüber, wie viel Konzentration selbst einfache Figuren verlangen.

Doch irgendwann wird es tiefgründiger.

Ohne dass sie es merken, öffnet dieses Gespräch eine Tür. Ein Satz führt zum nächsten. Eine Erinnerung taucht auf, die lange keine Rolle mehr gespielt hat. Merkur berührt in dieser Woche zuerst Chiron im Quadrat und kurz darauf Pluto in Opposition. Worte dringen tiefer als gewöhnlich. Sie bleiben nicht an der Oberfläche.

„Warum hat mich das damals eigentlich so verletzt?“

Die Frage steht plötzlich im Raum. Nicht als Vorwurf. Eher wie eine Einladung, sich selbst besser zu verstehen.

Kurze Zeit später folgt eine zweite.

„Warum habe ich dir das nie erzählt?“

Solche Fragen auszusprechen bedarf Mut und Vertrauen. Sie wachsen genau in dem Augenblick, in dem wir aufhören, uns hinter fertigen Antworten zu verstecken.

Liebe jenseits unserer Vorstellungen

Am Mittwoch, dem 12. August, wechselt der Mond in den Löwen und erreicht gemeinsam mit der totalen Sonnenfinsternis seinen eindrucksvollsten Moment der Woche.

Seit Jahrtausenden blicken Menschen mit Ehrfurcht auf eine Sonnenfinsternis. Für wenige Minuten verschwindet das Licht der Sonne hinter dem Mond. Die Sonne hört jedoch nicht auf zu leuchten. Sie bleibt, was sie immer war. Nur unser Blick auf sie verändert sich.

Auch im Leben kennen wir solche Momente.

Es gibt Zeiten, in denen Gottes Gegenwart unserem Herzen verborgen scheint. Nicht weil Gott fern wäre, sondern weil wir lernen, ihm auch dann zu vertrauen, wenn wir sein Licht nicht unmittelbar sehen.

Dieses Himmelsbild erinnert uns daran, dass nicht alles, was unserem Blick entzogen ist, aufgehört hat zu existieren. Wie Liebe, Vertrauen und die ganze Wahrheit über uns selbst.

Während Venus nacheinander Pluto im Trigon, Neptun in Opposition und Uranus im Trigon berührt, gewinnen Beziehungen an Tiefe, wenn wir bereit werden, den anderen wirklich zu sehen.

Liebe ich den Menschen vor mir? Oder liebe ich das Bild, das ich mir von ihm gemacht habe?

Diese Frage richtet sich nicht nur an Paare. Sie begleitet jede Beziehung, die wachsen möchte. Echte Nähe entsteht dort, wo Erwartungen einem echten Kennenlernen weichen.

Zwischen Fürsorge und Verantwortung

Ebenfalls am Dienstag, dem 11. August, wechselt Mars in den Krebs. Fast zeitgleich folgt ihm Ceres, während Juno zurück im Steinbock eine andere Seite des Lebens betont. Fürsorge und Verbindlichkeit begegnen einander.

Viele werden diese Spannung aus ihrem Alltag kennen. Kinder brauchen Zeit. Eine Partnerschaft ebenfalls. Freunde hoffen auf Unterstützung. Der Beruf fordert Verlässlichkeit.

Nicht jede Entscheidung dieser Woche lässt sich einfach in richtig oder falsch einteilen. Häufig begegnen sich zwei Werte, die beide wichtig sind. Dann hilft weder Hast noch Perfektion. Der Krebs fragt zuerst mit dem Bauch, was in diesem Augenblick Schutz braucht. Juno erinnert daran, dass auch gegebene Versprechen einen Wert besitzen. Beides will gehört werden. Wo unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen, kann Mars im Krebs schnell empfindlich reagieren. Umso wichtiger wird die Bereitschaft, nicht sofort zu kämpfen, sondern zunächst zu verstehen.

Am Donnerstag, dem 13. August, bringt der Mond in der Jungfrau den Blick zurück auf das Kleine. Nach großen Gesprächen und bewegenden Momenten wartet der Alltag. Die Küche wird aufgeräumt. Eine Nachricht beantwortet. Die Blumen gegossen. Gerade in diesen unscheinbaren Gesten zeigt sich, wie beständig Liebe ist.

Was nachklingt

Zum Samstag, dem 15. August, erreicht der Mond die Waage. Die Begegnung rückt noch einmal in den Mittelpunkt. Merkur verbindet sich inzwischen mit Jupiter und findet Worte, die Zuversicht schenken. Viele Gedanken der vergangenen Tage sind noch nicht abgeschlossen. Sie müssen es auch nicht.

Ein ehrliches Gespräch endet selten mit dem letzten Satz. Es begleitet uns. Es verändert unseren Blick. Es lässt Zusammenhänge erkennen, die vorher verborgen waren.

Und so bleibt am Ende dieser Woche vor allem eine Erkenntnis:

Das Wesentliche entzieht sich oft unserem Blick – und wirkt dennoch so tief.

(veröffentlicht am 06.08.2026, 12:40 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

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Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag
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Ein Abend, der den Alltag verändert

Wenn aus gemeinsamer Zeit wieder gemeinsame Erlebnisse werden

Es gibt Beziehungen, in denen alles gut läuft. Der Alltag funktioniert, man kümmert sich umeinander, spricht über das, was erledigt werden muss, und teilt das Leben wie selbstverständlich.

Und doch gibt es Augenblicke, in denen die Frage auftaucht:
Wann haben wir zuletzt etwas nur unternommen, weil es unserem Herzen Freude macht? Einfach, weil es schön ist.

Genau darin liegt die Einladung dieser Woche.

Ein Paar verbringt einen warmen Sommerabend in seinem Lieblingslokal. Nach einer Renovierung sieht vieles vertraut und doch anders aus. Wo früher einige Tische standen, lädt nun eine kleine Tanzfläche zum Verweilen ein. Auf einer Tafel steht: „Ab nächster Woche: Salsa für Anfänger.“

Zunächst ist es nur eine Idee. Ein kurzer Blick. Ein Lächeln. Der Gedanke: „Das wäre doch etwas für uns.“

Noch wird nicht getanzt. Und doch beginnt sich in diesem Moment bereits etwas zu verändern.

Mehr als nur den Alltag bewältigen

Vieles im Leben funktioniert. Termine werden eingehalten, Einkäufe erledigt, Rechnungen bezahlt. Beziehungen leben oft von dieser stillen Zuverlässigkeit. Sie ist kostbar.

Doch selbst die schönste Ordnung ersetzt nicht die Lebendigkeit.

Mit Sonne und Jupiter im Löwen erinnert uns diese Woche daran, dass das Herz mehr möchte als nur funktionieren. Es möchte gestalten, lachen, spielen und sich zeigen. Nicht zwingend laut oder spektakulär, sondern auf eine Weise, die das Leben wieder ein wenig heller macht.

Passend dazu wechselt am Mittwoch die Venus von der Jungfrau in die Waage.

Venus in der Jungfrau organisiert gemeinsame Zeit.
Venus in der Waage kreiert schöne gemeinsame Momente.

Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Liebe zeigt sich nicht mehr nur darin, füreinander da zu sein. Sie möchte sich wieder begegnen. Ein gemeinsamer Spaziergang, ein schönes Gespräch oder eben die Anmeldung zu einem Tanzkurs können plötzlich mehr bewirken als viele gut gemeinte Vorsätze.

Bemerkenswert ist dabei auch ein astrologischer Hintergrund: Sowohl das Ingresshoroskop der Venus in die Waage als auch das des Merkur in den Löwen betonen das siebte Haus – den Bereich der Partnerschaft und der Begegnung. Die Aufmerksamkeit richtet sich in diesen Tagen ganz natürlich auf den Menschen, mit dem wir unser Leben teilen. Liebe sucht das Miteinander. Gedanken suchen den Austausch.

Worte können Türen öffnen

Bis Sonntag begleitet Merkur den Krebs. Gespräche drehen sich um das, was vertraut ist. Erinnerungen, Gefühle und alles, was uns innerlich bewegt, finden ihren Platz. Oft hören wir dabei genauso aufmerksam zu, wie wir erzählen.

Am Sonntagabend betritt Merkur den Löwen. Nun bekommen Gedanken mehr Farbe und Wärme. Man spricht mit Begeisterung über das, was einem am Herzen liegt. Worte möchten nicht nur informieren, sondern ermutigen, anstecken und Freude wecken. Gerade in Beziehungen kann daraus eine neue Lebendigkeit entstehen. Wer seine Begeisterung teilt, schenkt dem anderen oft den Mut, sich davon mitreißen zu lassen.

Gleichzeitig kündigt sich bereits das Quadrat zwischen Merkur und Chiron an, das am folgenden Tag exakt wird. Gerade deshalb lohnt es sich, sorgsam mit Worten umzugehen. Manche Sätze motivieren. Andere treffen empfindliche Stellen, obwohl sie gar nicht so gemeint waren.

Nicht selten entstehen die schmerzhaftesten Gedanken in uns selbst. Zweifel, alte Überzeugungen oder Erinnerungen können sich hartnäckig melden und jede neue Idee sofort infrage stellen.

Gedanken verbinden Menschen erst dann näher, wenn sie mit dem Herzen gesprochen werden.

Eine Tanzfläche entsteht

Auch der rückläufige Saturn im Widder spielt in dieser Geschichte seine kleine Rolle. Jeder Aufbruch braucht einen festen Boden.

Das Lokal wurde umgebaut. Erst dadurch konnte eine Tanzfläche entstehen.

Manchmal braucht Spielfreude (Löwe-Sonne) einen Ort, einen Rahmen (Saturn).

Am Donnerstag wird das harmonische Trigon zwischen Sonne und Saturn exakt. Es verbindet die schöpferische Kraft des Löwen mit einer Form, auf die Verlass ist. Aus einer guten Idee wird etwas, das seinen festen Platz im Leben finden darf.

Mars in den Zwillingen bringt schließlich Bewegung hinein. Schritt für Schritt entsteht aus der anfänglichen Vorfreude ein gemeinsamer Rhythmus. Die Schritte geben der Leichtigkeit eine Richtung.

Der Mond führt durch verschiedene Stimmungen

Zu Wochenbeginn zieht der Mond durch den Widder. Neue Impulse möchten ausprobiert werden. Der Gedanke an den Tanzkurs passt genau in diese Aufbruchsstimmung.

Am Dienstag wechselt der Mond in den Stier. Aus der ersten Idee wächst ein Gefühl von Vertrautheit. Vor dem inneren Auge entstehen Bilder, wie schön dieser gemeinsame Abend sein könnte.

Donnerstag und Freitag bringt der Mond in den Zwillingen Bewegung und Gespräch. Es wird geplant, gelacht und vielleicht schon darüber gescherzt, wer wem wohl zuerst auf die Füße treten wird.

Am Samstag erreicht der Mond den Krebs. Die Vorfreude verbindet sich mit etwas Tieferem. Es geht längst nicht mehr nur um Salsa. Es geht um die gemeinsame Geschichte, die weitergeschrieben werden möchte.

Was die Zeit unter der Oberfläche bewegt

Im Hintergrund verändert sich noch etwas anderes.

Chiron wird in dieser Woche rückläufig – auf dem Sabischen Symbol:
„Ein klarer Gebirgsstrom fließt durch einen felsigen Engpass.“

Ein Gebirgsbach kennt keine Eile. Er drängt die Felsen nicht zur Seite und kämpft nicht gegen sie an. Er bleibt einfach in Bewegung. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Aus dem harten, spitzen Gestein entstehen mit der Zeit weiche Rundungen.

So fließt auch die Liebe. Sie kann nicht jede Wunde ungeschehen machen und ist doch heilsam. Ihre größte Kraft liegt oft in ihrer Beständigkeit. Sie bleibt. Sie umfließt das Schwere. Sie verliert weder ihre Klarheit noch ihre Sanftheit. Und gerade dadurch verändert sich etwas, das lange unbeweglich schien. Irgendwann verlieren selbst scharfe Kanten ihre verletzende Seite.

Der erste Tanz beginnt vor der Musik

Als das Paar an jenem Abend das Lokal verlässt, ist äußerlich noch nichts geschehen. Der Salsa-Kurs beginnt erst in der kommenden Woche.

Am nächsten Morgen wartet derselbe Alltag. Und doch fühlt sich etwas anders an.

Zwischen Terminen, Einkäufen und den vertrauten Abläufen ist eine Vorfreude eingezogen.

Manchmal verändert ein gemeinsamer Entschluss das Leben schon lange, bevor der erste Tanzschritt getanzt wird.

Mehr astrologische Impulse findest du auf Instagram @planetengeschichten

(veröffentlicht am 30.07.2026, 13:00 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

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Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
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  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
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Wenn die 13. Fee zum Sommerfest kommt

Seit dem Wechsel der Sonne in den Löwen ist der Blick nach außen gerichtet. Was in der Stille gereift ist, möchte Gestalt annehmen. Die eigene Begabung möchte gelebt werden.

Es geht weniger darum, das eigene Licht zu entdecken. Es geht darum, wie wir mit diesem Licht umgehen.

Um die Energien dieser Woche besser zu beschreiben, kleide ich sie in die fiktive Geschichte eines Sommerfestes.

Ein Garten vor einem Haus. Ein weiter Blick vom Balkon über die Landschaft. Auf dem Tisch stehen Schüsseln mit Salaten, Brot und selbstgemachten Köstlichkeiten, die jeder mitgebracht hat. Der Grill ist angeheizt, Kinder laufen über den Rasen, Gespräche entstehen ganz selbstverständlich.

Es ist einer dieser Abende, an denen Menschen spüren: Es ist gut, zusammen zu sein. Jeder bringt etwas mit. Neben Essen auch seine Zeit, seine Aufmerksamkeit, seine Freude.

Doch während alle feiern, erscheint ein unsichtbarer Besucher. Ein ungebetener Gast, der ein wenig an die 13. Fee aus Dornröschen erinnert. Niemand sieht ihn, und doch beginnt sich etwas zu verändern.

Du kennst das: Außen wirkt alles hell und stimmig, und trotzdem merkst du, dass du innerlich geprüft wirst, wie du mit deinem Licht, deinen Gaben und deinen Beziehungen umgehst.

Wenn die Stimmung kippt

Am Montag steht die Sonne im Löwen in Opposition zu Pluto im Wassermann. Astrologisch prallen hier das königliche Herz und eine kalte, berechnende Machtenergie aufeinander. In der christlichen Tradition kennen wir dieses Spannungsfeld als Kampf zwischen dem Licht Christi und zerstörerischen, dämonischen Kräften – und genau so kann sich diese Konstellation anfühlen: Es wird sichtbar, welchem Geist wir Raum geben.

Die Sonne im Löwen steht für das schöpferische Herz, für Würde, Freude und das Geschenk, etwas Eigenes in die Welt zu bringen. In der Opposition zu Pluto wird unsere innere Haltung dahinter geprüft. Was geschieht zum Beispiel, wenn Aufmerksamkeit und Anerkennung wichtiger werden als der eigentliche Auftrag, den Gott uns ins Herz gelegt hat?

Während die Löwe-Sonne ihre Gäste gut unterhalten will und für Wärme, Freude und echte Begegnung sorgt, will Pluto im Wassermann Kontrolle. Er will die Stimmung kippen, Spaltung säen, misstrauisch machen. Er kann sich als kalte Beobachtung über Technik zeigen, wie ein unsichtbarer Spion, der über jedes Smartphone mithören und mitsehen kann – ohne offen anzugreifen und gerade dadurch unheimlich wirksam.

In unserer fiktiven Geschichte schleicht dieser ungebetene Gast zwischen den Menschen umher. Er sagt kein Wort. Doch plötzlich fallen jedem am anderen Dinge auf, die vorher keine Bedeutung hatten.

Ein Blick wirkt verletzend.
Eine kleine Vergesslichkeit wird größer bewertet, als sie ist.
Jemand fühlt sich nicht genügend gesehen und wird unzufrieden.
Ein anderer möchte zeigen, dass er mehr weiß, und erlangt kein Gehör.

Der ungebetene Gast bringt kein lautes Unglück. Er legt aber Gift in die Herzen: Gedanken, die Menschen voneinander entfernen können. Die Liebe bekommt eine Prüfung.

Denn zur gleichen Zeit bildet die Venus in der Jungfrau ein Quadrat zu Mars in den Zwillingen. Im Miteinander können kleine Spannungen entstehen. Worte bekommen mehr Gewicht. Erwartungen treffen aufeinander. Das, was verbindet, braucht Aufmerksamkeit.

Eine passende Frage dazu lautet: Dient das, was ich denke, sage und tue, der Liebe? Oder möchte etwas in mir nur Recht behalten und streiten?

Wenn du in dieser Woche merkst, dass du dich plötzlich über Kleinigkeiten aufregst oder alte Wunden schneller anspringen, darfst du daran denken: Hier ist ein T-Quadrat zwischen Sonne, Chiron und Pluto in der Luft. Astrologisch heißt das: eine Spannung zwischen deiner Identität, alten Wunden und Themen von Macht/Kontrolle. Du musst dieser Energie nicht folgen, aber du kannst sie wahrnehmen – und dich bewusst für die Liebe, für die Heilung, für Gott entscheiden.

Die Kraft des Herzens

Am Mittwoch verbindet sich die Sonne im Löwen mit Jupiter. Diese Begegnung ist der hellste Moment der Woche.

Jupiter erweitert, was er berührt. Er schenkt Vertrauen, Weite und Zuversicht.

Doch er zeigt auch, was im Menschen bereits vorhanden ist. Ein großzügiges Herz kann noch großzügiger werden. Ein ungeheiltes Bedürfnis nach Anerkennung kann ebenfalls größer erscheinen.

Wahre Größe zeigt sich nicht darin, dass ein Mensch mehr Raum einnimmt als andere. Sie zeigt sich darin, dass durch ihn mehr Raum für andere entsteht. Das ist die Reife des Löwen.

Die eigene Gabe darf sichtbar werden. Doch sie bleibt verbunden mit einem größeren Ganzen.

Der Vollmond im Wassermann am Mittwoch (genau 16:35 Uhr) verstärkt diese Bewegung.

Das Licht fällt auf die Gemeinschaft. Das eigene Herz und die Welt der anderen gehören zusammen. Der Mensch ist einzigartig. Aber er lebt nicht für sich allein.

Mittwoch kann sich anfühlen wie ein kleines Spotlight auf dein Herz: Was schon da ist, wird heller – deine Freude, aber auch dein Wunsch, gesehen zu werden. Wenn dir an diesem Tag eine Gelegenheit begegnet, großzügig zu sein, zu ermutigen oder einfach echt du selbst zu sein, passt das sehr schön zu dieser Konstellation.

Wenn die Quelle klarer wird

Die Sonne steht gleichzeitig im Trigon zu Neptun und im Sextil zu Uranus.

Diese beiden Verbindungen erleichtern etwas die Schwere der Pluto-Opposition.

Neptun, der rückläufig durch den Widder läuft, lädt zu einer stilleren Betrachtung der eigenen Impulse ein. Wünsche, Bilder und Sehnsüchte dürfen noch einmal durch das innere Wasser fließen und sich klären.

Wie bei einem See, dessen Oberfläche sich nach einem Sturm langsam beruhigt, wird sichtbar, was aus der Tiefe kommt und was nur eine vorübergehende Bewegung war.

Uranus in den Zwillingen bringt frische Gedanken und neue Möglichkeiten. Er lädt dazu ein, den eigenen Weg zu gehen, ohne um jeden Preis anders sein zu müssen.

Die Befreiung liegt nicht immer darin, etwas völlig Neues zu erschaffen. Sie liegt darin, etwas Echtes endlich zuzulassen.

Wenn dir in den nächsten Tagen eine alte Idee wieder in den Sinn kommt oder ein neuer Gedanke plötzlich sehr lebendig wird, musst du ihn nicht sofort in eine To-do-Liste pressen. Schreib ihn dir auf, geh innerlich einen Moment damit, nimm ihn mit ins Gebet – und achte darauf, was schön, wahr und tragfähig ist: Was schenkt dir inneren Frieden oder einen klaren nächsten Schritt? Was wirkt, als wäre Gott glücklich damit und könnte auch in der Ewigkeit noch Sinn machen?

Worte haben Gewicht

Merkur hat seine rückläufige Phase hinter sich gelassen. Gedanken möchten wieder ausgesprochen und Entscheidungen umgesetzt werden.

Sein leichtes Quadrat zu Saturn erinnert daran, wie viel Kraft in unseren Worten liegt. Kritik kann hilfreich sein, solange sie der Wahrheit dient. Wo sie nur entmutigt, verliert sie ihren Sinn.

Ein leichtes Sextil zwischen Merkur und Venus harmonisiert die Situation etwas. Gerade in einer Woche, in der trennende Kräfte stark arbeiten, können klare und wohlwollende Worte zu einer Brücke werden.

Wenn du spürst, dass dir ein scharfes Wort „auf der Zunge brennt“, gönn dir zwei Atemzüge mehr, bevor du es aussprichst. Und genauso: Wenn dir ein gutes Wort einfällt, ein Dankeschön oder eine Ermutigung – sag es ruhig. In dieser Woche können solche kleinen Sätze erstaunlich viel bewegen.

Die Bewegung des Mondes

Zu Beginn der Woche steht der Mond im Steinbock.

Die Atmosphäre ist gesammelt und ernsthaft. Nach innen und außen möchte Ordnung entstehen. Verantwortung und Klarheit gewinnen an Bedeutung.

Am Mittwochmorgen wechselt der Mond in den Wassermann und führt am Nachmittag zum Vollmond.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf Gemeinschaft, Austausch und die Frage, welchen Platz jeder Einzelne im größeren Zusammenhang einnimmt.

Am Freitag zieht der Mond in die Fische.

Nach der Spannung der vergangenen Tage wird die Stimmung weicher. Gefühle dürfen wieder fließen. Die Seele findet zurück zu Mitgefühl und Vertrauen.

Sonntagnacht wechselt der Mond in den Widder.

Eine neue Bewegung beginnt. Die Kraft kehrt zurück. Doch sie trägt die Erfahrungen der vergangenen Tage in sich.

Du kannst diese Mondbewegung ganz praktisch nutzen: Anfang der Woche für Struktur, Ordnung und das, was einfach erledigt werden will. Zur Mitte hin für Gespräche, Austausch, vielleicht auch Gemeinschaft in Glauben oder Freundschaft. Gegen Ende der Woche für mehr Stille, Gebet, Musik, alles, was deine Seele weich macht. Wenn du Sonntagnacht plötzlich wieder mehr Tatkraft spürst, passt das sehr gut zum Widdermond.

Der Wind, der leise weht

Der Mondknoten wechselt am Montag 02:48 Uhr in den Wassermann. Damit beginnt eine längere Entwicklungsphase, die weit über diese Woche hinausreicht.

Jeder Mensch trägt Fähigkeiten in sich, die niemand sonst auf dieselbe Weise leben kann. Gerade diese Einzigartigkeit möchte ihren Beitrag leisten. Das Leben gewinnt dort an Tiefe, wo Menschen den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre Begabungen zum Wohl anderer einzubringen.

Einer wagt einen ungewohnten Schritt. Eine Idee wird ausprobiert. Ein Mensch bleibt seiner Überzeugung treu, obwohl sie noch nicht von allen verstanden wird. 

Laotse bringt diese Haltung im Kontrast zur Löwe-Energie in einem Satz zum Ausdruck:

„Darum, dass der Weise sich unter die Menschen stellt, steht er über ihnen.“

Wahre Größe wächst nicht aus dem Wunsch, bewundert zu werden. Sie entsteht dort, wo ein Mensch seiner inneren Berufung treu bleibt und dadurch anderen dient.

Vielleicht merkst du diese neue Strömung daran, dass du bestimmte Rollen nicht mehr so selbstverständlich bedienst wie früher oder dass du dich nach Menschen sehnst, mit denen du Herz, Glauben und Fragen wirklich teilen kannst. Dann bist du mit dieser Wassermann-Bewegung schon mitten auf dem Weg.

Wenn die Gäste nach Hause gehen

Am Ende eines solchen Sommerabends bleibt selten im Gedächtnis, wer welchen Salat mitgebracht hat oder an welcher Stelle jemand kurz gereizt reagiert hat. Man erinnert sich an das gemeinsame Lachen. An ein gutes Gespräch. An den Duft des Grillfeuers. An den warmen Abendhimmel, der den Tag langsam beschließt.

Vielleicht war „die 13. Fee“ zwischendurch tatsächlich kurz da – in Form von Versuchungen, Missverständnissen oder inneren Stichen. Sie flüstert Zweifel, schürt Vergleich, rührt an alte Wunden. Aber sie entscheidet nicht darüber, wie dieses Fest in Erinnerung bleibt. Die Entscheidung fällt im Herzen.

Es gibt Momente, in denen etwas Trennendes sehr laut wird. Und es gibt Momente, in denen du dich trotz allem für Nähe, Wahrheit und Liebe entscheidest.

Wenn du am Ende dieser Woche zurückschaust, kannst du dir genau diese Frage stellen: Wo war die Versuchung groß, hart zu werden – und wo hast du dich (trotz allem) für Liebe entschieden? Diese Augenblicke sind die Spuren des Lichts, und genau die dürfen bleiben.

Mehr astrologische Impulse findest du auf Instagram @planetengeschichten

Spannend am Rande

P.S.: In einer Zeit, in der Pluto uns bedroht und Saturn unsere Grenzen prüft, hatte auch meine Website einen „ungebetenen Gast“ im Hintergrund. Ein Hacker hatte sich heimlich Admin‑Rechte verschafft und mich daran gehindert dass ich mich noch einloggen kann. Zum Glück war das Backup schnell eingespielt – und ich durfte ganz praktisch lernen, wie wichtig klare Grenzen und geschützte Zugänge sind. Manchmal spiegelt die Technik ziemlich genau, was am Himmel steht. Merkur war noch rückläufig: Ich durfte den gesamten Beitrag nochmal neu gestalten. Zum Glück hatte ich den Text zusätzlich am PC gespeichert und musste ihn nicht komplett neu schreiben. Das arge war, dass ich im Gespür hatte, dass ich gut vorarbeiten muss, hatte aber die Sicherheit auf meiner Homepage zu dem Zeitpunkt noch nicht hochgeschraubt.

(veröffentlicht am 23.07.2026, 13:20 Uhr (AT))

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