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Wenn das Wesentliche im Verborgenen wirkt

Einige Abende vergehen schnell. Andere begleiten uns noch lange, obwohl sie auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches bereithielten. Ein gemeinsames Essen. Ein Gespräch, das erst ganz nebenbei beginnt. Ein Lachen über einen misslungenen Schritt. Erst Tage später wird spürbar, dass genau dort etwas in Bewegung geraten ist.

So beginnt auch diese Woche.

Am Montag, dem 10. August, begleitet uns der Mond noch durch den Krebs. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Vertraute. Zuhause ist mehr als ein Ort. Es ist ein Gefühl. Es entsteht dort, wo Menschen sich angenommen wissen und einander Raum geben, einfach sie selbst zu sein. Gleichzeitig wirkt die Sonne im Löwen noch harmonisch mit Saturn zusammen. Freude und Verantwortung geben einander Halt.

Am nächsten Tag wartet auf unser Tanzpaar der erste gemeinsame Tanzkurs. Beide freuen sich darauf, obwohl keiner genau weiß, was sie erwartet. Die Musik beginnt, die ersten Schritte wirken noch etwas unbeholfen und mehr als einmal geraten die Füße durcheinander. Doch schon nach kurzer Zeit geschieht etwas, das sich nicht üben lässt. Der Blick löst sich vom Boden. Aus einzelnen Schritten wird ein gemeinsamer Rhythmus. Man beginnt nicht nur die Musik zu hören, sondern den anderen zu fühlen.

Wenn Worte den Weg finden

Nach dem der Kurs endet, setzen sie sich noch ins Restaurant. Sie bestellen ein Glas Wein und lassen die vielen Eindrücke langsam nachklingen. Das Gespräch springt zunächst von einem Thema zum nächsten. Sie lachen über kleine Missgeschicke auf der Tanzfläche und staunen darüber, wie viel Konzentration selbst einfache Figuren verlangen.

Doch irgendwann wird es tiefgründiger.

Ohne dass sie es merken, öffnet dieses Gespräch eine Tür. Ein Satz führt zum nächsten. Eine Erinnerung taucht auf, die lange keine Rolle mehr gespielt hat. Merkur berührt in dieser Woche zuerst Chiron im Quadrat und kurz darauf Pluto in Opposition. Worte dringen tiefer als gewöhnlich. Sie bleiben nicht an der Oberfläche.

„Warum hat mich das damals eigentlich so verletzt?“

Die Frage steht plötzlich im Raum. Nicht als Vorwurf. Eher wie eine Einladung, sich selbst besser zu verstehen.

Kurze Zeit später folgt eine zweite.

„Warum habe ich dir das nie erzählt?“

Solche Fragen auszusprechen bedarf Mut und Vertrauen. Sie wachsen genau in dem Augenblick, in dem wir aufhören, uns hinter fertigen Antworten zu verstecken.

Liebe jenseits unserer Vorstellungen

Am Mittwoch, dem 12. August, wechselt der Mond in den Löwen und erreicht gemeinsam mit der totalen Sonnenfinsternis seinen eindrucksvollsten Moment der Woche.

Seit Jahrtausenden blicken Menschen mit Ehrfurcht auf eine Sonnenfinsternis. Für wenige Minuten verschwindet das Licht der Sonne hinter dem Mond. Die Sonne hört jedoch nicht auf zu leuchten. Sie bleibt, was sie immer war. Nur unser Blick auf sie verändert sich.

Auch im Leben kennen wir solche Momente.

Es gibt Zeiten, in denen Gottes Gegenwart unserem Herzen verborgen scheint. Nicht weil Gott fern wäre, sondern weil wir lernen, ihm auch dann zu vertrauen, wenn wir sein Licht nicht unmittelbar sehen.

Dieses Himmelsbild erinnert uns daran, dass nicht alles, was unserem Blick entzogen ist, aufgehört hat zu existieren. Wie Liebe, Vertrauen und die ganze Wahrheit über uns selbst.

Während Venus nacheinander Pluto im Trigon, Neptun in Opposition und Uranus im Trigon berührt, gewinnen Beziehungen an Tiefe, wenn wir bereit werden, den anderen wirklich zu sehen.

Liebe ich den Menschen vor mir? Oder liebe ich das Bild, das ich mir von ihm gemacht habe?

Diese Frage richtet sich nicht nur an Paare. Sie begleitet jede Beziehung, die wachsen möchte. Echte Nähe entsteht dort, wo Erwartungen einem echten Kennenlernen weichen.

Zwischen Fürsorge und Verantwortung

Ebenfalls am Dienstag, dem 11. August, wechselt Mars in den Krebs. Fast zeitgleich folgt ihm Ceres, während Juno zurück im Steinbock eine andere Seite des Lebens betont. Fürsorge und Verbindlichkeit begegnen einander.

Viele werden diese Spannung aus ihrem Alltag kennen. Kinder brauchen Zeit. Eine Partnerschaft ebenfalls. Freunde hoffen auf Unterstützung. Der Beruf fordert Verlässlichkeit.

Nicht jede Entscheidung dieser Woche lässt sich einfach in richtig oder falsch einteilen. Häufig begegnen sich zwei Werte, die beide wichtig sind. Dann hilft weder Hast noch Perfektion. Der Krebs fragt zuerst mit dem Bauch, was in diesem Augenblick Schutz braucht. Juno erinnert daran, dass auch gegebene Versprechen einen Wert besitzen. Beides will gehört werden. Wo unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen, kann Mars im Krebs schnell empfindlich reagieren. Umso wichtiger wird die Bereitschaft, nicht sofort zu kämpfen, sondern zunächst zu verstehen.

Am Donnerstag, dem 13. August, bringt der Mond in der Jungfrau den Blick zurück auf das Kleine. Nach großen Gesprächen und bewegenden Momenten wartet der Alltag. Die Küche wird aufgeräumt. Eine Nachricht beantwortet. Die Blumen gegossen. Gerade in diesen unscheinbaren Gesten zeigt sich, wie beständig Liebe ist.

Was nachklingt

Zum Samstag, dem 15. August, erreicht der Mond die Waage. Die Begegnung rückt noch einmal in den Mittelpunkt. Merkur verbindet sich inzwischen mit Jupiter und findet Worte, die Zuversicht schenken. Viele Gedanken der vergangenen Tage sind noch nicht abgeschlossen. Sie müssen es auch nicht.

Ein ehrliches Gespräch endet selten mit dem letzten Satz. Es begleitet uns. Es verändert unseren Blick. Es lässt Zusammenhänge erkennen, die vorher verborgen waren.

Und so bleibt am Ende dieser Woche vor allem eine Erkenntnis:

Das Wesentliche entzieht sich oft unserem Blick – und wirkt dennoch so tief.

(veröffentlicht am 06.08.2026, 12:40 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

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Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag
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Ein Abend, der den Alltag verändert

Wenn aus gemeinsamer Zeit wieder gemeinsame Erlebnisse werden

Es gibt Beziehungen, in denen alles gut läuft. Der Alltag funktioniert, man kümmert sich umeinander, spricht über das, was erledigt werden muss, und teilt das Leben wie selbstverständlich.

Und doch gibt es Augenblicke, in denen die Frage auftaucht:
Wann haben wir zuletzt etwas nur unternommen, weil es unserem Herzen Freude macht? Einfach, weil es schön ist.

Genau darin liegt die Einladung dieser Woche.

Ein Paar verbringt einen warmen Sommerabend in seinem Lieblingslokal. Nach einer Renovierung sieht vieles vertraut und doch anders aus. Wo früher einige Tische standen, lädt nun eine kleine Tanzfläche zum Verweilen ein. Auf einer Tafel steht: „Ab nächster Woche: Salsa für Anfänger.“

Zunächst ist es nur eine Idee. Ein kurzer Blick. Ein Lächeln. Der Gedanke: „Das wäre doch etwas für uns.“

Noch wird nicht getanzt. Und doch beginnt sich in diesem Moment bereits etwas zu verändern.

Mehr als nur den Alltag bewältigen

Vieles im Leben funktioniert. Termine werden eingehalten, Einkäufe erledigt, Rechnungen bezahlt. Beziehungen leben oft von dieser stillen Zuverlässigkeit. Sie ist kostbar.

Doch selbst die schönste Ordnung ersetzt nicht die Lebendigkeit.

Mit Sonne und Jupiter im Löwen erinnert uns diese Woche daran, dass das Herz mehr möchte als nur funktionieren. Es möchte gestalten, lachen, spielen und sich zeigen. Nicht zwingend laut oder spektakulär, sondern auf eine Weise, die das Leben wieder ein wenig heller macht.

Passend dazu wechselt am Mittwoch die Venus von der Jungfrau in die Waage.

Venus in der Jungfrau organisiert gemeinsame Zeit.
Venus in der Waage kreiert schöne gemeinsame Momente.

Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Liebe zeigt sich nicht mehr nur darin, füreinander da zu sein. Sie möchte sich wieder begegnen. Ein gemeinsamer Spaziergang, ein schönes Gespräch oder eben die Anmeldung zu einem Tanzkurs können plötzlich mehr bewirken als viele gut gemeinte Vorsätze.

Bemerkenswert ist dabei auch ein astrologischer Hintergrund: Sowohl das Ingresshoroskop der Venus in die Waage als auch das des Merkur in den Löwen betonen das siebte Haus – den Bereich der Partnerschaft und der Begegnung. Die Aufmerksamkeit richtet sich in diesen Tagen ganz natürlich auf den Menschen, mit dem wir unser Leben teilen. Liebe sucht das Miteinander. Gedanken suchen den Austausch.

Worte können Türen öffnen

Bis Sonntag begleitet Merkur den Krebs. Gespräche drehen sich um das, was vertraut ist. Erinnerungen, Gefühle und alles, was uns innerlich bewegt, finden ihren Platz. Oft hören wir dabei genauso aufmerksam zu, wie wir erzählen.

Am Sonntagabend betritt Merkur den Löwen. Nun bekommen Gedanken mehr Farbe und Wärme. Man spricht mit Begeisterung über das, was einem am Herzen liegt. Worte möchten nicht nur informieren, sondern ermutigen, anstecken und Freude wecken. Gerade in Beziehungen kann daraus eine neue Lebendigkeit entstehen. Wer seine Begeisterung teilt, schenkt dem anderen oft den Mut, sich davon mitreißen zu lassen.

Gleichzeitig kündigt sich bereits das Quadrat zwischen Merkur und Chiron an, das am folgenden Tag exakt wird. Gerade deshalb lohnt es sich, sorgsam mit Worten umzugehen. Manche Sätze motivieren. Andere treffen empfindliche Stellen, obwohl sie gar nicht so gemeint waren.

Nicht selten entstehen die schmerzhaftesten Gedanken in uns selbst. Zweifel, alte Überzeugungen oder Erinnerungen können sich hartnäckig melden und jede neue Idee sofort infrage stellen.

Gedanken verbinden Menschen erst dann näher, wenn sie mit dem Herzen gesprochen werden.

Eine Tanzfläche entsteht

Auch der rückläufige Saturn im Widder spielt in dieser Geschichte seine kleine Rolle. Jeder Aufbruch braucht einen festen Boden.

Das Lokal wurde umgebaut. Erst dadurch konnte eine Tanzfläche entstehen.

Manchmal braucht Spielfreude (Löwe-Sonne) einen Ort, einen Rahmen (Saturn).

Am Donnerstag wird das harmonische Trigon zwischen Sonne und Saturn exakt. Es verbindet die schöpferische Kraft des Löwen mit einer Form, auf die Verlass ist. Aus einer guten Idee wird etwas, das seinen festen Platz im Leben finden darf.

Mars in den Zwillingen bringt schließlich Bewegung hinein. Schritt für Schritt entsteht aus der anfänglichen Vorfreude ein gemeinsamer Rhythmus. Die Schritte geben der Leichtigkeit eine Richtung.

Der Mond führt durch verschiedene Stimmungen

Zu Wochenbeginn zieht der Mond durch den Widder. Neue Impulse möchten ausprobiert werden. Der Gedanke an den Tanzkurs passt genau in diese Aufbruchsstimmung.

Am Dienstag wechselt der Mond in den Stier. Aus der ersten Idee wächst ein Gefühl von Vertrautheit. Vor dem inneren Auge entstehen Bilder, wie schön dieser gemeinsame Abend sein könnte.

Donnerstag und Freitag bringt der Mond in den Zwillingen Bewegung und Gespräch. Es wird geplant, gelacht und vielleicht schon darüber gescherzt, wer wem wohl zuerst auf die Füße treten wird.

Am Samstag erreicht der Mond den Krebs. Die Vorfreude verbindet sich mit etwas Tieferem. Es geht längst nicht mehr nur um Salsa. Es geht um die gemeinsame Geschichte, die weitergeschrieben werden möchte.

Was die Zeit unter der Oberfläche bewegt

Im Hintergrund verändert sich noch etwas anderes.

Chiron wird in dieser Woche rückläufig – auf dem Sabischen Symbol:
„Ein klarer Gebirgsstrom fließt durch einen felsigen Engpass.“

Ein Gebirgsbach kennt keine Eile. Er drängt die Felsen nicht zur Seite und kämpft nicht gegen sie an. Er bleibt einfach in Bewegung. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Aus dem harten, spitzen Gestein entstehen mit der Zeit weiche Rundungen.

So fließt auch die Liebe. Sie kann nicht jede Wunde ungeschehen machen und ist doch heilsam. Ihre größte Kraft liegt oft in ihrer Beständigkeit. Sie bleibt. Sie umfließt das Schwere. Sie verliert weder ihre Klarheit noch ihre Sanftheit. Und gerade dadurch verändert sich etwas, das lange unbeweglich schien. Irgendwann verlieren selbst scharfe Kanten ihre verletzende Seite.

Der erste Tanz beginnt vor der Musik

Als das Paar an jenem Abend das Lokal verlässt, ist äußerlich noch nichts geschehen. Der Salsa-Kurs beginnt erst in der kommenden Woche.

Am nächsten Morgen wartet derselbe Alltag. Und doch fühlt sich etwas anders an.

Zwischen Terminen, Einkäufen und den vertrauten Abläufen ist eine Vorfreude eingezogen.

Manchmal verändert ein gemeinsamer Entschluss das Leben schon lange, bevor der erste Tanzschritt getanzt wird.

Mehr astrologische Impulse findest du auf Instagram @planetengeschichten

(veröffentlicht am 30.07.2026, 13:00 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

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Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
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  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
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Wenn die 13. Fee zum Sommerfest kommt

Seit dem Wechsel der Sonne in den Löwen ist der Blick nach außen gerichtet. Was in der Stille gereift ist, möchte Gestalt annehmen. Die eigene Begabung möchte gelebt werden.

Es geht weniger darum, das eigene Licht zu entdecken. Es geht darum, wie wir mit diesem Licht umgehen.

Um die Energien dieser Woche besser zu beschreiben, kleide ich sie in die fiktive Geschichte eines Sommerfestes.

Ein Garten vor einem Haus. Ein weiter Blick vom Balkon über die Landschaft. Auf dem Tisch stehen Schüsseln mit Salaten, Brot und selbstgemachten Köstlichkeiten, die jeder mitgebracht hat. Der Grill ist angeheizt, Kinder laufen über den Rasen, Gespräche entstehen ganz selbstverständlich.

Es ist einer dieser Abende, an denen Menschen spüren: Es ist gut, zusammen zu sein. Jeder bringt etwas mit. Neben Essen auch seine Zeit, seine Aufmerksamkeit, seine Freude.

Doch während alle feiern, erscheint ein unsichtbarer Besucher. Ein ungebetener Gast, der ein wenig an die 13. Fee aus Dornröschen erinnert. Niemand sieht ihn, und doch beginnt sich etwas zu verändern.

Du kennst das: Außen wirkt alles hell und stimmig, und trotzdem merkst du, dass du innerlich geprüft wirst, wie du mit deinem Licht, deinen Gaben und deinen Beziehungen umgehst.

Wenn die Stimmung kippt

Am Montag steht die Sonne im Löwen in Opposition zu Pluto im Wassermann. Astrologisch prallen hier das königliche Herz und eine kalte, berechnende Machtenergie aufeinander. In der christlichen Tradition kennen wir dieses Spannungsfeld als Kampf zwischen dem Licht Christi und zerstörerischen, dämonischen Kräften – und genau so kann sich diese Konstellation anfühlen: Es wird sichtbar, welchem Geist wir Raum geben.

Die Sonne im Löwen steht für das schöpferische Herz, für Würde, Freude und das Geschenk, etwas Eigenes in die Welt zu bringen. In der Opposition zu Pluto wird unsere innere Haltung dahinter geprüft. Was geschieht zum Beispiel, wenn Aufmerksamkeit und Anerkennung wichtiger werden als der eigentliche Auftrag, den Gott uns ins Herz gelegt hat?

Während die Löwe-Sonne ihre Gäste gut unterhalten will und für Wärme, Freude und echte Begegnung sorgt, will Pluto im Wassermann Kontrolle. Er will die Stimmung kippen, Spaltung säen, misstrauisch machen. Er kann sich als kalte Beobachtung über Technik zeigen, wie ein unsichtbarer Spion, der über jedes Smartphone mithören und mitsehen kann – ohne offen anzugreifen und gerade dadurch unheimlich wirksam.

In unserer fiktiven Geschichte schleicht dieser ungebetene Gast zwischen den Menschen umher. Er sagt kein Wort. Doch plötzlich fallen jedem am anderen Dinge auf, die vorher keine Bedeutung hatten.

Ein Blick wirkt verletzend.
Eine kleine Vergesslichkeit wird größer bewertet, als sie ist.
Jemand fühlt sich nicht genügend gesehen und wird unzufrieden.
Ein anderer möchte zeigen, dass er mehr weiß, und erlangt kein Gehör.

Der ungebetene Gast bringt kein lautes Unglück. Er legt aber Gift in die Herzen: Gedanken, die Menschen voneinander entfernen können. Die Liebe bekommt eine Prüfung.

Denn zur gleichen Zeit bildet die Venus in der Jungfrau ein Quadrat zu Mars in den Zwillingen. Im Miteinander können kleine Spannungen entstehen. Worte bekommen mehr Gewicht. Erwartungen treffen aufeinander. Das, was verbindet, braucht Aufmerksamkeit.

Eine passende Frage dazu lautet: Dient das, was ich denke, sage und tue, der Liebe? Oder möchte etwas in mir nur Recht behalten und streiten?

Wenn du in dieser Woche merkst, dass du dich plötzlich über Kleinigkeiten aufregst oder alte Wunden schneller anspringen, darfst du daran denken: Hier ist ein T-Quadrat zwischen Sonne, Chiron und Pluto in der Luft. Astrologisch heißt das: eine Spannung zwischen deiner Identität, alten Wunden und Themen von Macht/Kontrolle. Du musst dieser Energie nicht folgen, aber du kannst sie wahrnehmen – und dich bewusst für die Liebe, für die Heilung, für Gott entscheiden.

Die Kraft des Herzens

Am Mittwoch verbindet sich die Sonne im Löwen mit Jupiter. Diese Begegnung ist der hellste Moment der Woche.

Jupiter erweitert, was er berührt. Er schenkt Vertrauen, Weite und Zuversicht.

Doch er zeigt auch, was im Menschen bereits vorhanden ist. Ein großzügiges Herz kann noch großzügiger werden. Ein ungeheiltes Bedürfnis nach Anerkennung kann ebenfalls größer erscheinen.

Wahre Größe zeigt sich nicht darin, dass ein Mensch mehr Raum einnimmt als andere. Sie zeigt sich darin, dass durch ihn mehr Raum für andere entsteht. Das ist die Reife des Löwen.

Die eigene Gabe darf sichtbar werden. Doch sie bleibt verbunden mit einem größeren Ganzen.

Der Vollmond im Wassermann am Mittwoch (genau 16:35 Uhr) verstärkt diese Bewegung.

Das Licht fällt auf die Gemeinschaft. Das eigene Herz und die Welt der anderen gehören zusammen. Der Mensch ist einzigartig. Aber er lebt nicht für sich allein.

Mittwoch kann sich anfühlen wie ein kleines Spotlight auf dein Herz: Was schon da ist, wird heller – deine Freude, aber auch dein Wunsch, gesehen zu werden. Wenn dir an diesem Tag eine Gelegenheit begegnet, großzügig zu sein, zu ermutigen oder einfach echt du selbst zu sein, passt das sehr schön zu dieser Konstellation.

Wenn die Quelle klarer wird

Die Sonne steht gleichzeitig im Trigon zu Neptun und im Sextil zu Uranus.

Diese beiden Verbindungen erleichtern etwas die Schwere der Pluto-Opposition.

Neptun, der rückläufig durch den Widder läuft, lädt zu einer stilleren Betrachtung der eigenen Impulse ein. Wünsche, Bilder und Sehnsüchte dürfen noch einmal durch das innere Wasser fließen und sich klären.

Wie bei einem See, dessen Oberfläche sich nach einem Sturm langsam beruhigt, wird sichtbar, was aus der Tiefe kommt und was nur eine vorübergehende Bewegung war.

Uranus in den Zwillingen bringt frische Gedanken und neue Möglichkeiten. Er lädt dazu ein, den eigenen Weg zu gehen, ohne um jeden Preis anders sein zu müssen.

Die Befreiung liegt nicht immer darin, etwas völlig Neues zu erschaffen. Sie liegt darin, etwas Echtes endlich zuzulassen.

Wenn dir in den nächsten Tagen eine alte Idee wieder in den Sinn kommt oder ein neuer Gedanke plötzlich sehr lebendig wird, musst du ihn nicht sofort in eine To-do-Liste pressen. Schreib ihn dir auf, geh innerlich einen Moment damit, nimm ihn mit ins Gebet – und achte darauf, was schön, wahr und tragfähig ist: Was schenkt dir inneren Frieden oder einen klaren nächsten Schritt? Was wirkt, als wäre Gott glücklich damit und könnte auch in der Ewigkeit noch Sinn machen?

Worte haben Gewicht

Merkur hat seine rückläufige Phase hinter sich gelassen. Gedanken möchten wieder ausgesprochen und Entscheidungen umgesetzt werden.

Sein leichtes Quadrat zu Saturn erinnert daran, wie viel Kraft in unseren Worten liegt. Kritik kann hilfreich sein, solange sie der Wahrheit dient. Wo sie nur entmutigt, verliert sie ihren Sinn.

Ein leichtes Sextil zwischen Merkur und Venus harmonisiert die Situation etwas. Gerade in einer Woche, in der trennende Kräfte stark arbeiten, können klare und wohlwollende Worte zu einer Brücke werden.

Wenn du spürst, dass dir ein scharfes Wort „auf der Zunge brennt“, gönn dir zwei Atemzüge mehr, bevor du es aussprichst. Und genauso: Wenn dir ein gutes Wort einfällt, ein Dankeschön oder eine Ermutigung – sag es ruhig. In dieser Woche können solche kleinen Sätze erstaunlich viel bewegen.

Die Bewegung des Mondes

Zu Beginn der Woche steht der Mond im Steinbock.

Die Atmosphäre ist gesammelt und ernsthaft. Nach innen und außen möchte Ordnung entstehen. Verantwortung und Klarheit gewinnen an Bedeutung.

Am Mittwochmorgen wechselt der Mond in den Wassermann und führt am Nachmittag zum Vollmond.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf Gemeinschaft, Austausch und die Frage, welchen Platz jeder Einzelne im größeren Zusammenhang einnimmt.

Am Freitag zieht der Mond in die Fische.

Nach der Spannung der vergangenen Tage wird die Stimmung weicher. Gefühle dürfen wieder fließen. Die Seele findet zurück zu Mitgefühl und Vertrauen.

Sonntagnacht wechselt der Mond in den Widder.

Eine neue Bewegung beginnt. Die Kraft kehrt zurück. Doch sie trägt die Erfahrungen der vergangenen Tage in sich.

Du kannst diese Mondbewegung ganz praktisch nutzen: Anfang der Woche für Struktur, Ordnung und das, was einfach erledigt werden will. Zur Mitte hin für Gespräche, Austausch, vielleicht auch Gemeinschaft in Glauben oder Freundschaft. Gegen Ende der Woche für mehr Stille, Gebet, Musik, alles, was deine Seele weich macht. Wenn du Sonntagnacht plötzlich wieder mehr Tatkraft spürst, passt das sehr gut zum Widdermond.

Der Wind, der leise weht

Der Mondknoten wechselt am Montag 02:48 Uhr in den Wassermann. Damit beginnt eine längere Entwicklungsphase, die weit über diese Woche hinausreicht.

Jeder Mensch trägt Fähigkeiten in sich, die niemand sonst auf dieselbe Weise leben kann. Gerade diese Einzigartigkeit möchte ihren Beitrag leisten. Das Leben gewinnt dort an Tiefe, wo Menschen den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre Begabungen zum Wohl anderer einzubringen.

Einer wagt einen ungewohnten Schritt. Eine Idee wird ausprobiert. Ein Mensch bleibt seiner Überzeugung treu, obwohl sie noch nicht von allen verstanden wird. 

Laotse bringt diese Haltung im Kontrast zur Löwe-Energie in einem Satz zum Ausdruck:

„Darum, dass der Weise sich unter die Menschen stellt, steht er über ihnen.“

Wahre Größe wächst nicht aus dem Wunsch, bewundert zu werden. Sie entsteht dort, wo ein Mensch seiner inneren Berufung treu bleibt und dadurch anderen dient.

Vielleicht merkst du diese neue Strömung daran, dass du bestimmte Rollen nicht mehr so selbstverständlich bedienst wie früher oder dass du dich nach Menschen sehnst, mit denen du Herz, Glauben und Fragen wirklich teilen kannst. Dann bist du mit dieser Wassermann-Bewegung schon mitten auf dem Weg.

Wenn die Gäste nach Hause gehen

Am Ende eines solchen Sommerabends bleibt selten im Gedächtnis, wer welchen Salat mitgebracht hat oder an welcher Stelle jemand kurz gereizt reagiert hat. Man erinnert sich an das gemeinsame Lachen. An ein gutes Gespräch. An den Duft des Grillfeuers. An den warmen Abendhimmel, der den Tag langsam beschließt.

Vielleicht war „die 13. Fee“ zwischendurch tatsächlich kurz da – in Form von Versuchungen, Missverständnissen oder inneren Stichen. Sie flüstert Zweifel, schürt Vergleich, rührt an alte Wunden. Aber sie entscheidet nicht darüber, wie dieses Fest in Erinnerung bleibt. Die Entscheidung fällt im Herzen.

Es gibt Momente, in denen etwas Trennendes sehr laut wird. Und es gibt Momente, in denen du dich trotz allem für Nähe, Wahrheit und Liebe entscheidest.

Wenn du am Ende dieser Woche zurückschaust, kannst du dir genau diese Frage stellen: Wo war die Versuchung groß, hart zu werden – und wo hast du dich (trotz allem) für Liebe entschieden? Diese Augenblicke sind die Spuren des Lichts, und genau die dürfen bleiben.

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Spannend am Rande

P.S.: In einer Zeit, in der Pluto uns bedroht und Saturn unsere Grenzen prüft, hatte auch meine Website einen „ungebetenen Gast“ im Hintergrund. Ein Hacker hatte sich heimlich Admin‑Rechte verschafft und mich daran gehindert dass ich mich noch einloggen kann. Zum Glück war das Backup schnell eingespielt – und ich durfte ganz praktisch lernen, wie wichtig klare Grenzen und geschützte Zugänge sind. Manchmal spiegelt die Technik ziemlich genau, was am Himmel steht. Merkur war noch rückläufig: Ich durfte den gesamten Beitrag nochmal neu gestalten. Zum Glück hatte ich den Text zusätzlich am PC gespeichert und musste ihn nicht komplett neu schreiben. Das arge war, dass ich im Gespür hatte, dass ich gut vorarbeiten muss, hatte aber die Sicherheit auf meiner Homepage zu dem Zeitpunkt noch nicht hochgeschraubt.

(veröffentlicht am 23.07.2026, 13:20 Uhr (AT))

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Wofür schlägt dein Herz?

Die Energie dieser Woche erinnert an eine Klarinettistin, die lange geübt hat. Während andere schon vor Publikum spielten, arbeitete sie im Hintergrund an ihrem Stück. Nun hebt der Dirigent den Taktstock und gibt ihr ein Zeichen. Der Einsatz gehört ihr.

So fühlt es sich oft an, wenn etwas in dir schon lange gereift ist – und du merkst: Jetzt bin ich dran.

In dieser Stimmung verändert sich auch die Zeitqualität.

Seit der Sommersonnenwende führte uns die Sonne durch den Krebs. Erinnerungen, Nähe und innere Orientierung standen im Mittelpunkt. Vieles durfte wachsen, bevor es sichtbar werden konnte. Am Mittwochabend wechselt die Sonne in den Löwen. Mit ihr beginnt das Herzstück des Sommers. Was in den vergangenen Wochen gereift ist, sucht nun seinen Ausdruck. Eine Idee möchte verwirklicht werden. Eine Begabung ihren Platz finden. Selbst ein altes Möbelstück, das mit Geduld restauriert wurde, steht nun fertig an seinem Platz und erzählt von der Freude, etwas mit den eigenen Händen vollendet zu haben.

Die eigene Aufgabe leben

Die Bhagavad Gita spricht einen Gedanken aus, der erstaunlich gut zu diesem Übergang passt:

„Besser ist es, die eigene Aufgabe unvollkommen zu erfüllen,
als die eines anderen vollkommen.“

(Bhagavad Gita 3,35)

Die Löwe-Zeit lenkt den Blick auf genau diese Frage: Wofür bin ich eigentlich da?

Jeder Mensch trägt Fähigkeiten in sich. Manche werden früh sichtbar, andere entfalten sich erst im Lauf des Lebens. Der eigene Auftrag muss weder spektakulär noch öffentlich sein. Er kann darin bestehen, Menschen zu führen, Kinder mit Liebe großzuziehen, Kranke zu begleiten oder mit ehrlicher Arbeit etwas Gutes entstehen zu lassen.

Die Sonne im Löwen erinnert daran, dass Gott niemanden als Kopie eines anderen gedacht hat. Jeder Mensch darf auf seine Weise Licht in die Welt bringen.

Aus Erkenntnis wird lebendiges Leben

Am Freitag beendet Merkur seine Rückläufigkeit.

In den vergangenen Wochen kreisten Gedanken oft um Vergangenes. Gespräche wurden verschoben, Pläne überarbeitet oder Erinnerungen neu eingeordnet. Nun beginnt sich der Blick wieder nach vorne zu richten. Entscheidungen fallen leichter und manches, das lange vorbereitet wurde, kommt wieder in Bewegung.

Das Sabische Symbol dieses Tages lautet:

„Die archetypische Seele wird mit Lebensinhalten erfüllt.“

Ein bemerkenswertes Bild.

Merkur bewegt sich durch den Krebs, das Zeichen der Herkunft, der Erinnerung und unserer inneren Wurzeln. Dieser Ursprung reicht weiter zurück, als wir mit unserem Verstand erfassen können. Jeder Mensch bringt Fähigkeiten, Erfahrungen und einen roten Faden mit, der sich wie durch die ganzen Leben zieht. Mit jeder Begegnung, jeder Entscheidung und jeder Herausforderung wird dieser Faden weitergesponnen.

Die eigene Lebensaufgabe zeigt sich deshalb selten in einem einzigen großen Augenblick. Sie wächst mit dem Leben selbst. Jede Erfahrung schenkt ihr mehr Tiefe, mehr Reife und mehr Gestalt.

Mit der Direktläufigkeit des Merkur fällt es leichter, diesen Weg wieder bewusst aufzunehmen und das Erkannte Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen. In diesen Tagen werden alte Gedanken oft klarer, und Gespräche, die lange „in der Luft hingen“, kommen besser zustande – genau das spiegelt diese Bewegung.

Wandle Arbeit um in Spiel

Mit dem Wechsel der Sonne in den Löwen verändert sich auch die Haltung, mit der wir unserem Alltag begegnen.

Im Horoskop des Sonneingress in den Löwen steht die Sonne für unseren deutschsprachigen Raum im sechsten Haus – dem Lebensbereich der täglichen Arbeit, der Aufgaben und des tätigen Dienens. Gerade hier setzt Valentin Tomberg einen überraschenden Akzent. In seinen Meditationen über dem Tarot, beim Gaukler, schreibt er:

„Wandelt die Arbeit um in Spiel.“ [1]

Der Satz lädt nicht dazu ein, Arbeit weniger ernst zu nehmen. Er erinnert daran, dass jede Aufgabe eine andere Qualität erhält, wenn sie aus Liebe geschieht.

Wer seinen Platz gefunden hat, arbeitet mit einer inneren Freude, die nichts mit Leichtfertigkeit zu tun hat. Aus Pflicht wird lebendige Erfüllung der eigenen Lebensaufgabe. Aus Anstrengung entsteht Schöpferkraft. Das Herz übernimmt die Führung. Das passt zur Sonne im Löwen.

Wenn ein Gärtner das Unkraut jätet, weil er „muss“ oder gar dabei zornig wird, weil es ihn anzipft, wo es überall sprießt – ist das eine ganz andere innere Geisteshaltung, als wenn er es tut, weil er sich schon freut, wie schön es in dem Garten aussehen wird, wenn alles entfernt ist – oder wenn er es aus Liebe zu dem Garten-Besitzer tut, weil dieser sich dann darüber freut. Dann wird die gleiche Arbeit leichter. Zudem wird er eher weiterempfohlen werden, wenn er so ein herzlicher Mensch ist – wobei dies nicht seine Motivation ist, nur ein Resultat. 

Mit Sonne-Jupiter im Löwen, im 6.Haus des Ingress-Horoskops, könnte es uns jetzt eher gelingen, die Arbeit spielerischer, leichter, mit Herzblut und Freude zu verrichten. Erfahrungen, die du in dieser Zeit machst, kannst du innerlich abspeichern und später bewusst wieder hervorholen, wenn es einmal wirklich ernst oder zäh wird. 

Jesus beschreibt zudem eine wichtige Haltung, die zu dieser Zeitqualität passt:

„Wer unter euch der Erste sein will, soll der Diener aller sein.“
(Markus 9,35)

Ein guter König dient seinem Volk. Ein guter Lehrer freut sich, wenn seine Schüler wachsen. Eine gute Mutter schenkt ihren Kindern Wurzeln und Flügel.

Wahre Größe entsteht dort, wo Liebe das eigene Ego übertrifft.

Die Atmosphäre der Woche

Bis Dienstag begleitet uns der Mond durch die Waage. Begegnungen gelingen leichter. Ein offenes Gespräch oder eine versöhnliche Geste können mehr bewegen als lange Diskussionen.

Ab Dienstag, 15:34Uhr führt der Mond durch den Skorpion. Gefühle gewinnen an Tiefe. Was unter der Oberfläche geschlummert hat, möchte verstanden werden, bevor der nächste Schritt gelingt.

Am Freitag, 03:06 Uhr zieht der Mond in den Schützen weiter. Die Seele gewinnt an Zuversicht. Was eben noch schwer wirkte, erscheint plötzlich in einem größeren Zusammenhang. Manches Problem verliert dadurch nicht seine Bedeutung, wohl aber seine Schwere. Es ergibt alles wieder mehr Sinn.

Am Sonntag, 15:44 Uhr bringt der Steinbock-Mond Ruhe und Konzentration. Aus guten Gedanken dürfen konkrete Schritte werden.

Bild: Tabby Cat

Die Strömung unter der Oberfläche

Im Hintergrund wirken langsamere Kräfte weiter.

Neptun ist seit Mitte Juli rückläufig und bildet u.a. Ende dieser Woche ein Trigon zur Sonne. Sehnsucht sucht nicht länger nur ferne Horizonte, sondern die Quelle, aus der sie selbst entspringt. Manche Träume werden überprüft, manche Ideale gewinnen an Tiefe. Wie Wasser, das langsam wieder klar wird, gilt es unter rückläufigen Neptun zu unterscheiden, was aus Gott kommt – und was nur aus unseren eigenen Vorstellungen. Wenn du merkst, dass manche Wünsche gerade „durchsiebt“ werden oder frühere Träume sich verändern, kann das genau diese Klärung sein – nicht gegen dich, sondern für einen tieferen Weg mit Gott.

Am Sonntag beginnt auch Saturn seine Rückläufigkeit. Sie lädt dazu ein, den eingeschlagenen Weg noch einmal bewusst zu betrachten. Was trägt wirklich? Was muss noch reifen, bevor es weiter wachsen kann? Das kann sich so zeigen, dass du Projekte langsamer angehst, Entscheidungen noch einmal prüfst oder Grenzen korrigieren musst – alles Hinweise darauf, dass dein Fundament tragfähiger werden möchte.

Jupiter begleitet die Löwe-Zeit wie ein freundlicher Rückenwind. Er schenkt Zuversicht und Vertrauen in den eigenen Weg. Gleichzeitig erinnert er daran, dass wahre Größe immer mit Demut verbunden bleibt. 

Gegen Ende der Woche zeichnen sich bereits die Themen der kommenden Tage ab – wenn die Sonne auf ihn zuwandert und die Opposition zu Pluto aktiviert, sowie das Quadrat zu Chiron noch anhält. Alte Verletzungen des eigenen Selbstwertes können sich bemerkbar machen. Ebenso taucht die Frage auf, wie wir mit Einfluss, Anerkennung oder Macht umgehen. Diese Bewegung wird uns in der nächsten Woche noch intensiver begleiten.

Den eigenen Ton finden

Die Klarinettistin spielt ihr Solo schließlich nicht, um Beifall zu sammeln. Sie spielt, weil ihre Stimme an genau dieser Stelle zur Musik gehört. Ihr Können steht im Dienst der Musik. Gerade dadurch berührt sie die Menschen, die ihr zuhören.

Jeder Mensch trägt eine eigene Melodie in sich. Diese Woche lädt uns ein, sie dort erklingen zu lassen, wo Gott sie hören möchte.

Es kann diese eine Entscheidung sein, dieses Gespräch oder dieser kleine Schritt, von dem du schon ahnst: Der gehört genau zu meinem Ton.

(veröffentlicht 16.07.2026, 13:40Uhr (AT))

Quellen:
[1] Valentin Tomberg, „Die Großen Arcana des Tarot – Meditationen“, Verlag Herder Basel, 1983, S.10

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Fotoquellen: pixabay
Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag

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Welche Geschichte möchte ich weiterleben?

Es gibt Tage, an denen wir zufällig ein altes Fotoalbum in die Hand nehmen.

Eigentlich wollten wir nur kurz darin blättern. Doch aus wenigen Minuten wird eine kleine Reise. Zwischen den vergilbten Seiten tauchen Gesichter auf, längst vergangene Sommer und Augenblicke, die damals ganz selbstverständlich wirkten. Erst mit etwas Abstand erkennen wir, was sie in uns hinterlassen haben.

Wir legen das Album schließlich wieder zurück.

Doch etwas ist anders.

Die Vergangenheit ist dieselbe geblieben.

Unser Blick auf sie hat sich verändert.

Genau diese Stimmung begleitet die neue Woche.

Die vergangenen Tage haben vieles in Bewegung gebracht. Unerwartete Begegnungen, neue Ideen und überraschende Wendungen wirken noch nach. Zu Beginn dieser Woche liegt diese Lebendigkeit weiterhin in der Luft. Gleichzeitig beginnt sich der Blick zu verändern. Aus den vielen Eindrücken kristallisiert sich langsam heraus, was wirklich Bedeutung hat.

So begleitet uns eine Frage durch diese Tage:

Welche Geschichte möchte ich weiterleben?

Erinnerungen, die nach vorne weisen

Mit Sonne und rückläufigem Merkur im Krebs richtet sich die Aufmerksamkeit auf das, was bereits Teil unseres Lebens ist. Der Mond begleitet diesen Weg zu Beginn der Woche und verbindet sich am Dienstag mit den beiden zum Neumond. Wie ein leeres Blatt zwischen den Seiten eines alten Fotoalbums lädt dieser Moment dazu ein, die eigene Geschichte mit neuen Augen zu betrachten und nachzufühlen.

Ein vertrauter Duft, ein altes Lied oder ein beiläufiger Satz genügt, und längst vergangene Augenblicke stehen wieder vor uns.

Gerade diese Erinnerungen können eine unerwartete Tiefe entfalten.

Sie zeigen nicht nur, woher wir kommen. Sie machen auch sichtbar, welche Erfahrungen uns geprägt, getragen und wachsen lassen haben.

Der Kirchenlehrer Bonaventura schrieb:

„Lasst uns nicht glauben, dass Lesen genügt ohne innere Berührung, Nachdenken ohne Hingabe, Forschen ohne Staunen, Wissen ohne Liebe.“

Weisheit entsteht nicht allein durch Verstehen.

Sie wächst dort, wo Erfahrungen ihren Platz im Herzen finden.

Wenn das Herz wieder lauter spricht

Ab Mittwoch bringt der Mond im Löwen mehr Wärme und Lebendigkeit in die Woche.

Ein Abend mit Freunden dauert länger als geplant. Kinderlachen erfüllt einen Park. Jemand erzählt begeistert von einer Idee, die schon lange in ihm gereift ist.

Das Leben möchte wieder Farbe bekommen.

Der Löwe erinnert daran, dass Freude eine Kraft ist, die verbindet und andere mitreißen kann. Was im Inneren gewachsen ist, möchte seinen Platz im Leben finden.

Bild: Aditya Saxena

Neue Impulse auf dem Prüfstand

Zu Beginn der Woche wirkt das Quadrat zwischen Venus und Uranus besonders deutlich.

So weht weiterhin ein frischer Wind durch Beziehungen, Stil und Werte.

Unerwartete Sympathien, spontane Ideen oder der Wunsch, etwas ganz anders zu machen, können überraschend auftauchen. Das Leben zeigt Möglichkeiten, die gestern noch außerhalb unseres Blickfeldes lagen.

Einige dieser Impulse vergehen so schnell, wie sie gekommen sind. Andere hinterlassen eine Frage, die bleibt. Gerade darin liegt ihre eigentliche Bedeutung.

Venus in der Jungfrau lädt dazu ein, innezuhalten und genauer hinzusehen.

Was passt wirklich zu meinem Leben?

Was fühlt sich auch dann noch stimmig an, wenn die erste Begeisterung nachlässt?

Unter der Oberfläche

Während im Alltag vieles Gestalt annimmt, wirken tiefere Strömungen weiter.

Neptun, Uranus, Jupiter und Pluto verändern die Zeitqualität nicht durch laute Ereignisse, sondern durch eine langsame Verschiebung unseres Blicks auf die Welt. Werte, Überzeugungen und Zukunftsbilder befinden sich in einem stillen Wandel, der sich oft erst im Rückblick erkennen lässt.

Auch das harmonische Zusammenspiel von Mondknoten und Chiron begleitet diesen Prozess. Erfahrungen, die lange als Schwäche oder Verwundung empfunden wurden, können sich zunehmend als Quelle von Mitgefühl, Reife und Orientierung erweisen.

Entwicklung geschieht dabei selten in großen Sprüngen.

Oft beginnt sie in dem Augenblick, in dem wir aufhören, gegen einen Teil unserer eigenen Geschichte anzukämpfen.

Das Wesentliche zeigt sich im Alltag

Von Freitag 02:07 Uhr bis Sonntag früh 06:56 Uhr begleitet uns der Mond durch die Jungfrau.

Das Fotoalbum steht inzwischen wieder im Regal.

Der Alltag wartet.

Eine Nachricht möchte beantwortet werden. Die Pflanzen brauchen Wasser. Der Einkauf ist zu erledigen. Die Küche wird aufgeräumt.

Äußerlich hat sich kaum etwas verändert.

Und doch gehen wir mit einem anderen Bewusstsein durch diese kleinen Aufgaben.

Wer erkennt, was wirklich wichtig ist, begegnet auch den unscheinbaren Dingen mit größerer Aufmerksamkeit.

Bild: Anuja Tilj

Ein weiter Blick

Am 16. Juli feiert die Kirche Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel.

Die Spiritualität des Karmel lädt dazu ein, innerlich still zu werden und den Blick zu weiten.

Wer früh am Morgen auf einen Berg steigt, erlebt, wie sich mit jedem Schritt die Aussicht verändert. Der Weg bleibt derselbe, doch der Horizont öffnet sich.

So wächst Klarheit oft ganz leise.

Nicht durch mehr Antworten, sondern durch eine neue Sicht auf das, was längst da ist.

Offenheit und Ausdauer

Am Sonntag 06:57 Uhr wechselt der Mond in die Waage.

Der Blick richtet sich auf Beziehungen, auf Begegnungen und auf das feine Gleichgewicht zwischen Nähe und Eigenständigkeit. Dabei wird schnell spürbar, wo etwas in Bewegung geraten ist – und wo ein neuer Ausgleich gesucht wird.

Mit Mars in den Zwillingen im Sextil zu Saturn im Widder treffen zum Wochenausklang Offenheit und Ausdauer aufeinander.

Was in den vergangenen Tagen Interesse geweckt hat, darf weiterverfolgt und vertieft werden. Ideen, Begegnungen oder Vorhaben erhalten Zeit, sich zu entfalten und ihren eigenen Rhythmus zu finden.

Die Woche endet mit derselben Einladung, mit der sie begonnen hat.

Ein Fotoalbum erzählt keine neue Geschichte.

Es hilft uns zu erkennen, wie die bisherige entstanden ist.

Wer seine Vergangenheit mit offenen Augen betrachtet, entdeckt darin oft den roten Faden, der auch die Zukunft trägt.

(veröffentlicht am 09.07.2026, 14:04 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Radixe: imperastro
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  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
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Wenn die Begeisterung sich legt

Die erste Juliwoche beginnt mit einer Stimmung, die viele Menschen aus ihrem eigenen Leben kennen.

Nach einer Phase voller Eindrücke, Gespräche, Möglichkeiten oder neuer Ideen kehrt plötzlich Ruhe ein. Nicht die Ruhe eines abgeschlossenen Kapitels, sondern jene Ruhe, in der sich zeigt, was von all dem Erlebten tatsächlich noch Bestand hat.

Passend dazu steht die Sonne zu Wochenbeginn auf dem Sabischen Symbol:

„Angeheiterte und träge Leute ruhen nach einem großen Fest.“

Das Fest ist vorbei.
Die Aufregung hat sich gelegt.
Niemand muss mehr überzeugen, planen oder reagieren.

Erst jetzt wird sichtbar, was wirklich nachklingt.

Verstärkt wird diese Stimmung durch das exakte Quadrat zwischen Sonne und Saturn. Die Krebs-Energie der vergangenen Wochen wird dadurch nicht beendet, aber sie begegnet einer nüchternen Instanz. Gefühle, Wünsche und Vorstellungen werden auf ihre Tragfähigkeit geprüft.

Manches erweist sich als wertvoll. Manches verliert an Bedeutung. Manches verlangt nach Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen.

Die Woche stellt deshalb weniger die Frage, was wir uns wünschen, sondern vielmehr:

Was trägt auch dann noch, wenn die erste Begeisterung verflogen ist?

Vom Fühlen zum Verstehen

Auch der Mond erzählt in dieser Woche eine eigene Geschichte.

Bis Montagabend bewegt er sich noch durch die Fische. Die ersten Tage sind dadurch von einer erhöhten Sensibilität geprägt. Stimmungen werden intensiver wahrgenommen, Erinnerungen tauchen leichter auf und nicht jede Entscheidung verlangt sofort nach einer Antwort. Gerade zu Beginn der Woche kann es hilfreich sein, mehr zuzuhören als zu handeln.

Mit dem Wechsel in den Widder am Montag um 17:07 Uhr verändert sich die Atmosphäre spürbar. Nach den eher durchlässigen Fische-Energien wächst der Wunsch, aktiv zu werden. Gefühle drängen stärker nach Ausdruck, Geduld fällt mitunter schwerer und manche Menschen reagieren direkter als gewöhnlich. Die noch nachwirkende Mars-Uranus-Energie verstärkt diesen Impuls zusätzlich.

Am Mittwoch um 22:31 Uhr betritt der Mond den Stier. Die emotional bewegte erste Wochenhälfte sucht nun nach Stabilität. Vertraute Routinen, Natur, gutes Essen oder Zeit mit vertrauten Menschen können besonders wohltuend wirken. Gleichzeitig rücken Fragen nach Sicherheit, Selbstwert und den eigenen Ressourcen stärker in den Vordergrund.

Kurz nach Mitternacht, am Samstag um 00:42 Uhr, wechselt der Mond schließlich in die Zwillinge. Die Stimmung wird leichter und beweglicher. Gespräche, Begegnungen und neue Gedanken gewinnen an Bedeutung. Nach den intensiveren Tagen der Woche entsteht das Bedürfnis, Erlebtes auszutauschen und einzuordnen.

So beschreibt der Mondlauf beinahe den inneren Weg dieser Woche:

Zuerst nehmen wir wahr. Dann reagieren wir. Danach suchen wir Halt. Und schließlich versuchen wir zu verstehen.

Zwischen Aufmerksamkeit und Unruhe

Am Donnerstagabend 19:23 Uhr verlässt die Venus den Löwen und wechselt in die Jungfrau.

Dadurch verändert sich die Art, wie Beziehungen, Werte und auch ästhetische Vorlieben erlebt werden.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf Details. Auf das, was verbessert, verfeinert oder sorgfältiger gestaltet werden kann. Man interessiert sich weniger für große Versprechen als für die Frage, ob etwas im Alltag tatsächlich funktioniert.

Liebe zeigt sich jetzt oft durch Aufmerksamkeit. Durch genaues Hinsehen. Durch echtes Interesse. Durch die Fähigkeit wahrzunehmen, was anderen gefällt.

Gleichzeitig bringt die Jungfrau-Venus auch die Tendenz mit sich, Fehler schneller zu bemerken als zuvor. In Beziehungen, in Projekten, im eigenen Körper oder im alltäglichen Leben fällt stärker auf, was noch nicht stimmig erscheint.

Das Trigon zu Chiron unterstützt dabei die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen, ohne sich dafür verurteilen zu müssen. Heilung entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch einen freundlicheren Umgang mit den eigenen Unvollkommenheiten.

Doch bereits zum Wochenende wird diese ruhige und ordnende Bewegung durch Uranus aufgemischt.

Die Lust auf etwas Anderes

Obwohl sich die Mars-Uranus-Konjunktion langsam löst, bleibt ihr Einfluss spürbar. Die nervöse Aufbruchsstimmung der vergangenen Wochen verliert zwar etwas an Intensität, verschwindet jedoch nicht vollständig.

Mit dem Quadrat zwischen Venus und Uranus verlagert sich diese Spannung nun stärker auf Beziehungen, Vorlieben und Werte.

Plötzlich können Menschen feststellen, dass sie etwas anderes wollen als noch vor wenigen Tagen. 

Das Faible für Freiheit, Abwechslung oder einem frischen Impuls kann stärker werden. Beziehungen benötigen Luft zum Atmen. Routinen wirken enger als sonst. Auch finanzielle Entscheidungen oder ästhetische Vorlieben können überraschende Wendungen nehmen.

Die Herausforderung besteht darin, zwischen echter Erneuerung und bloßer Unruhe zu unterscheiden. Nicht jeder Impuls verlangt nach sofortiger Umsetzung. Manch Spontaneinkäufe könnten später bereut werden. Eingebungen möchten zunächst vielleicht nur wahrgenommen werden.

Bild: Enlightening_Images
Moses und die 10 Gebote

Was bleibt bestehen?

Während viele kurzfristige Konstellationen kommen und gehen, bleibt der größere Hintergrund erhalten.

Jupiter und Pluto stehen weiterhin in Opposition. Gleichzeitig wirken die unterstützenden Verbindungen zwischen Uranus, Neptun und Pluto fort.

Dadurch bleibt die Zeit von tiefgreifenden Veränderungsprozessen geprägt. Die Frage nach Macht, Einfluss, Anerkennung und persönlicher Integrität begleitet viele Entwicklungen weiterhin.

Gerade deshalb wirkt die erste Juliwoche wie ein Moment des Innehaltens innerhalb eines größeren Wandels.

Nicht alles muss sofort entschieden werden.
Nicht jede Möglichkeit muss verfolgt werden.

Vielleicht besteht die Qualität dieser Tage gerade darin, genauer zu erkennen, was Substanz besitzt.

Denn nachdem das Fest vorüber ist, zeigt sich oft deutlicher, wer geblieben ist, welche Gespräche nachwirken und was uns wirklich wichtig geworden ist.

Eine Begegnung mit der Zeitqualität

Astrologische Konstellationen zeigen Themen und Entwicklungstendenzen an. Wie sie sich konkret im Leben ausdrücken, kann sehr unterschiedlich aussehen.

Die folgende fiktive Geschichte ist deshalb keine Vorhersage, sondern eine mögliche Spiegelung der Zeitqualität.

>>

B. hatte am letzten Samstag einen Termin in der Webergasse. Schon von Weitem hörte er Stimmen, Trillerpfeifen und das dumpfe Murmeln einer Menschenmenge. Eine Demonstration zog durch die Straße.

Da er ohnehin in diese Richtung musste, schlängelte er sich zwischen den Menschen hindurch. Plötzlich drehte sich ein Kameramann zu ihm um.

„Darf ich Ihnen kurz eine Frage stellen?“

B. zuckte mit den Schultern und antwortete spontan. Es dauerte keine zwanzig Sekunden. Danach ging er weiter und dachte nicht mehr darüber nach.

Am Montag klingelte sein Telefon.

Sein Vater.

„Sag mal, seit wann gehst du eigentlich auf solche Demos?“

B. verstand zunächst gar nicht, worum es ging. Erst später schickte ihm ein Bekannter den Link zum Fernsehbeitrag. Dort war er tatsächlich zu sehen.

Ein kurzer Moment. Ein paar beiläufige Worte.

Und plötzlich hatten Menschen eine Meinung über etwas, das für ihn selbst kaum Bedeutung gehabt hatte.

Die Woche verlief hektisch. Termine reihten sich an Termine. E-Mails, Telefonate, Besprechungen.

Erst in der Nacht von Samstag auf Sonntag saß er mit seinem besten Freund in einer kleinen Bar und hatte zum ersten Mal seit Tagen das Gefühl, durchatmen zu können.

Dort fiel ihm eine junge Frau auf.

Kurze Haare. Strahlend blaue Augen. Ein Glencheck-Rock.

Als er zu ihr hinging, bemerkte er einen dezenten Duft. Nichts Aufdringliches. Irgendetwas erinnerte ihn an frisch gewaschene Wäsche.

Seltsam, dachte er. Und musste lächeln.

Sie kamen ins Gespräch. Die Themen wechselten schnell. Musik. Reisen. Bücher. Menschen, die sie mochten. Menschen, die sie nicht verstanden.

Es war eine jener Begegnungen, die man nicht plant. Eine zufällige Wendung des Abends. Ein Blick. Ein Gespräch. Eine unerwartete Sympathie zwischen zwei Menschen, die sich wenige Minuten zuvor noch völlig fremd gewesen waren.

Irgendwann lachte sein Freund und verschwand zur Bar.

Als B. später nach Hause ging, hatte er ihre Nummer im Handy.

Noch auf dem Heimweg fragte er sich, wann er zuletzt so schnell mit jemandem in Kontakt gekommen war.

In den folgenden Tagen bemerkte er jedoch immer deutlicher ihre Unterschiede.

Während er ständig neue Ideen entwickelte, liebte sie klare Abläufe.

Während er spontan entschied, prüfte sie erst die Details.

Während er Möglichkeiten sah, wollte sie wissen, ob etwas auch im Alltag funktionieren würde.

Je länger er darüber nachdachte, desto weniger beschäftigte ihn die Frage, ob sie interessant war.

Das war sie ohne Zweifel.

Die eigentliche Frage lautete:

Würde daraus auch etwas entstehen können?

Als er einige Tage später am offenen Fenster stand und der warme Sommerwind den Vorhang bewegte, musste er unwillkürlich lächeln.

Die vergangenen Wochen hatten vieles in Bewegung gebracht.

Neue Gedanken.

Neue Begegnungen.

Neue Möglichkeiten.

Doch nun schien etwas in ihm nach einer anderen Antwort zu suchen.

Nicht mehr:

„Was wäre alles möglich?“

Sondern:

„Was bleibt?“

(veröffentlicht am 02.07.2026, 14:25 Uhr (AT))

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