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Wenn die 13. Fee zum Sommerfest kommt

Seit dem Wechsel der Sonne in den Löwen ist der Blick nach außen gerichtet. Was in der Stille gereift ist, möchte Gestalt annehmen. Die eigene Begabung möchte gelebt werden.

Es geht weniger darum, das eigene Licht zu entdecken. Es geht darum, wie wir mit diesem Licht umgehen.

Um die Energien dieser Woche besser zu beschreiben, kleide ich sie in die fiktive Geschichte eines Sommerfestes.

Ein Garten vor einem Haus. Ein weiter Blick vom Balkon über die Landschaft. Auf dem Tisch stehen Schüsseln mit Salaten, Brot und selbstgemachten Köstlichkeiten, die jeder mitgebracht hat. Der Grill ist angeheizt, Kinder laufen über den Rasen, Gespräche entstehen ganz selbstverständlich.

Es ist einer dieser Abende, an denen Menschen spüren: Es ist gut, zusammen zu sein. Jeder bringt etwas mit. Neben Essen auch seine Zeit, seine Aufmerksamkeit, seine Freude.

Doch während alle feiern, erscheint ein unsichtbarer Besucher. Ein ungebetener Gast, der ein wenig an die 13. Fee aus Dornröschen erinnert. Niemand sieht ihn, und doch beginnt sich etwas zu verändern.

Du kennst das: Außen wirkt alles hell und stimmig, und trotzdem merkst du, dass du innerlich geprüft wirst, wie du mit deinem Licht, deinen Gaben und deinen Beziehungen umgehst.

Wenn die Stimmung kippt

Am Montag steht die Sonne im Löwen in Opposition zu Pluto im Wassermann. Astrologisch prallen hier das königliche Herz und eine kalte, berechnende Machtenergie aufeinander. In der christlichen Tradition kennen wir dieses Spannungsfeld als Kampf zwischen dem Licht Christi und zerstörerischen, dämonischen Kräften – und genau so kann sich diese Konstellation anfühlen: Es wird sichtbar, welchem Geist wir Raum geben.

Die Sonne im Löwen steht für das schöpferische Herz, für Würde, Freude und das Geschenk, etwas Eigenes in die Welt zu bringen. In der Opposition zu Pluto wird unsere innere Haltung dahinter geprüft. Was geschieht zum Beispiel, wenn Aufmerksamkeit und Anerkennung wichtiger werden als der eigentliche Auftrag, den Gott uns ins Herz gelegt hat?

Während die Löwe-Sonne ihre Gäste gut unterhalten will und für Wärme, Freude und echte Begegnung sorgt, will Pluto im Wassermann Kontrolle. Er will die Stimmung kippen, Spaltung säen, misstrauisch machen. Er kann sich als kalte Beobachtung über Technik zeigen, wie ein unsichtbarer Spion, der über jedes Smartphone mithören und mitsehen kann – ohne offen anzugreifen und gerade dadurch unheimlich wirksam.

In unserer fiktiven Geschichte schleicht dieser ungebetene Gast zwischen den Menschen umher. Er sagt kein Wort. Doch plötzlich fallen jedem am anderen Dinge auf, die vorher keine Bedeutung hatten.

Ein Blick wirkt verletzend.
Eine kleine Vergesslichkeit wird größer bewertet, als sie ist.
Jemand fühlt sich nicht genügend gesehen und wird unzufrieden.
Ein anderer möchte zeigen, dass er mehr weiß, und erlangt kein Gehör.

Der ungebetene Gast bringt kein lautes Unglück. Er legt aber Gift in die Herzen: Gedanken, die Menschen voneinander entfernen können. Die Liebe bekommt eine Prüfung.

Denn zur gleichen Zeit bildet die Venus in der Jungfrau ein Quadrat zu Mars in den Zwillingen. Im Miteinander können kleine Spannungen entstehen. Worte bekommen mehr Gewicht. Erwartungen treffen aufeinander. Das, was verbindet, braucht Aufmerksamkeit.

Eine passende Frage dazu lautet: Dient das, was ich denke, sage und tue, der Liebe? Oder möchte etwas in mir nur Recht behalten und streiten?

Wenn du in dieser Woche merkst, dass du dich plötzlich über Kleinigkeiten aufregst oder alte Wunden schneller anspringen, darfst du daran denken: Hier ist ein T-Quadrat zwischen Sonne, Chiron und Pluto in der Luft. Astrologisch heißt das: eine Spannung zwischen deiner Identität, alten Wunden und Themen von Macht/Kontrolle. Du musst dieser Energie nicht folgen, aber du kannst sie wahrnehmen – und dich bewusst für die Liebe, für die Heilung, für Gott entscheiden.

Die Kraft des Herzens

Am Mittwoch verbindet sich die Sonne im Löwen mit Jupiter. Diese Begegnung ist der hellste Moment der Woche.

Jupiter erweitert, was er berührt. Er schenkt Vertrauen, Weite und Zuversicht.

Doch er zeigt auch, was im Menschen bereits vorhanden ist. Ein großzügiges Herz kann noch großzügiger werden. Ein ungeheiltes Bedürfnis nach Anerkennung kann ebenfalls größer erscheinen.

Wahre Größe zeigt sich nicht darin, dass ein Mensch mehr Raum einnimmt als andere. Sie zeigt sich darin, dass durch ihn mehr Raum für andere entsteht. Das ist die Reife des Löwen.

Die eigene Gabe darf sichtbar werden. Doch sie bleibt verbunden mit einem größeren Ganzen.

Der Vollmond im Wassermann am Mittwoch (genau 16:35 Uhr) verstärkt diese Bewegung.

Das Licht fällt auf die Gemeinschaft. Das eigene Herz und die Welt der anderen gehören zusammen. Der Mensch ist einzigartig. Aber er lebt nicht für sich allein.

Mittwoch kann sich anfühlen wie ein kleines Spotlight auf dein Herz: Was schon da ist, wird heller – deine Freude, aber auch dein Wunsch, gesehen zu werden. Wenn dir an diesem Tag eine Gelegenheit begegnet, großzügig zu sein, zu ermutigen oder einfach echt du selbst zu sein, passt das sehr schön zu dieser Konstellation.

Wenn die Quelle klarer wird

Die Sonne steht gleichzeitig im Trigon zu Neptun und im Sextil zu Uranus.

Diese beiden Verbindungen erleichtern etwas die Schwere der Pluto-Opposition.

Neptun, der rückläufig durch den Widder läuft, lädt zu einer stilleren Betrachtung der eigenen Impulse ein. Wünsche, Bilder und Sehnsüchte dürfen noch einmal durch das innere Wasser fließen und sich klären.

Wie bei einem See, dessen Oberfläche sich nach einem Sturm langsam beruhigt, wird sichtbar, was aus der Tiefe kommt und was nur eine vorübergehende Bewegung war.

Uranus in den Zwillingen bringt frische Gedanken und neue Möglichkeiten. Er lädt dazu ein, den eigenen Weg zu gehen, ohne um jeden Preis anders sein zu müssen.

Die Befreiung liegt nicht immer darin, etwas völlig Neues zu erschaffen. Sie liegt darin, etwas Echtes endlich zuzulassen.

Wenn dir in den nächsten Tagen eine alte Idee wieder in den Sinn kommt oder ein neuer Gedanke plötzlich sehr lebendig wird, musst du ihn nicht sofort in eine To-do-Liste pressen. Schreib ihn dir auf, geh innerlich einen Moment damit, nimm ihn mit ins Gebet – und achte darauf, was schön, wahr und tragfähig ist: Was schenkt dir inneren Frieden oder einen klaren nächsten Schritt? Was wirkt, als wäre Gott glücklich damit und könnte auch in der Ewigkeit noch Sinn machen?

Worte haben Gewicht

Merkur hat seine rückläufige Phase hinter sich gelassen. Gedanken möchten wieder ausgesprochen und Entscheidungen umgesetzt werden.

Sein leichtes Quadrat zu Saturn erinnert daran, wie viel Kraft in unseren Worten liegt. Kritik kann hilfreich sein, solange sie der Wahrheit dient. Wo sie nur entmutigt, verliert sie ihren Sinn.

Ein leichtes Sextil zwischen Merkur und Venus harmonisiert die Situation etwas. Gerade in einer Woche, in der trennende Kräfte stark arbeiten, können klare und wohlwollende Worte zu einer Brücke werden.

Wenn du spürst, dass dir ein scharfes Wort „auf der Zunge brennt“, gönn dir zwei Atemzüge mehr, bevor du es aussprichst. Und genauso: Wenn dir ein gutes Wort einfällt, ein Dankeschön oder eine Ermutigung – sag es ruhig. In dieser Woche können solche kleinen Sätze erstaunlich viel bewegen.

Die Bewegung des Mondes

Zu Beginn der Woche steht der Mond im Steinbock.

Die Atmosphäre ist gesammelt und ernsthaft. Nach innen und außen möchte Ordnung entstehen. Verantwortung und Klarheit gewinnen an Bedeutung.

Am Mittwochmorgen wechselt der Mond in den Wassermann und führt am Nachmittag zum Vollmond.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf Gemeinschaft, Austausch und die Frage, welchen Platz jeder Einzelne im größeren Zusammenhang einnimmt.

Am Freitag zieht der Mond in die Fische.

Nach der Spannung der vergangenen Tage wird die Stimmung weicher. Gefühle dürfen wieder fließen. Die Seele findet zurück zu Mitgefühl und Vertrauen.

Sonntagnacht wechselt der Mond in den Widder.

Eine neue Bewegung beginnt. Die Kraft kehrt zurück. Doch sie trägt die Erfahrungen der vergangenen Tage in sich.

Du kannst diese Mondbewegung ganz praktisch nutzen: Anfang der Woche für Struktur, Ordnung und das, was einfach erledigt werden will. Zur Mitte hin für Gespräche, Austausch, vielleicht auch Gemeinschaft in Glauben oder Freundschaft. Gegen Ende der Woche für mehr Stille, Gebet, Musik, alles, was deine Seele weich macht. Wenn du Sonntagnacht plötzlich wieder mehr Tatkraft spürst, passt das sehr gut zum Widdermond.

Der Wind, der leise weht

Der Mondknoten wechselt am Montag 02:48 Uhr in den Wassermann. Damit beginnt eine längere Entwicklungsphase, die weit über diese Woche hinausreicht.

Jeder Mensch trägt Fähigkeiten in sich, die niemand sonst auf dieselbe Weise leben kann. Gerade diese Einzigartigkeit möchte ihren Beitrag leisten. Das Leben gewinnt dort an Tiefe, wo Menschen den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre Begabungen zum Wohl anderer einzubringen.

Einer wagt einen ungewohnten Schritt. Eine Idee wird ausprobiert. Ein Mensch bleibt seiner Überzeugung treu, obwohl sie noch nicht von allen verstanden wird. 

Laotse bringt diese Haltung im Kontrast zur Löwe-Energie in einem Satz zum Ausdruck:

„Darum, dass der Weise sich unter die Menschen stellt, steht er über ihnen.“

Wahre Größe wächst nicht aus dem Wunsch, bewundert zu werden. Sie entsteht dort, wo ein Mensch seiner inneren Berufung treu bleibt und dadurch anderen dient.

Vielleicht merkst du diese neue Strömung daran, dass du bestimmte Rollen nicht mehr so selbstverständlich bedienst wie früher oder dass du dich nach Menschen sehnst, mit denen du Herz, Glauben und Fragen wirklich teilen kannst. Dann bist du mit dieser Wassermann-Bewegung schon mitten auf dem Weg.

Wenn die Gäste nach Hause gehen

Am Ende eines solchen Sommerabends bleibt selten im Gedächtnis, wer welchen Salat mitgebracht hat oder an welcher Stelle jemand kurz gereizt reagiert hat. Man erinnert sich an das gemeinsame Lachen. An ein gutes Gespräch. An den Duft des Grillfeuers. An den warmen Abendhimmel, der den Tag langsam beschließt.

Vielleicht war „die 13. Fee“ zwischendurch tatsächlich kurz da – in Form von Versuchungen, Missverständnissen oder inneren Stichen. Sie flüstert Zweifel, schürt Vergleich, rührt an alte Wunden. Aber sie entscheidet nicht darüber, wie dieses Fest in Erinnerung bleibt. Die Entscheidung fällt im Herzen.

Es gibt Momente, in denen etwas Trennendes sehr laut wird. Und es gibt Momente, in denen du dich trotz allem für Nähe, Wahrheit und Liebe entscheidest.

Wenn du am Ende dieser Woche zurückschaust, kannst du dir genau diese Frage stellen: Wo war die Versuchung groß, hart zu werden – und wo hast du dich (trotz allem) für Liebe entschieden? Diese Augenblicke sind die Spuren des Lichts, und genau die dürfen bleiben.

Mehr astrologische Impulse findest du auf Instagram @planetengeschichten

Spannend am Rande

P.S.: In einer Zeit, in der Pluto uns bedroht und Saturn unsere Grenzen prüft, hatte auch meine Website einen „ungebetenen Gast“ im Hintergrund. Ein Hacker hatte sich heimlich Admin‑Rechte verschafft und mich daran gehindert dass ich mich noch einloggen kann. Zum Glück war das Backup schnell eingespielt – und ich durfte ganz praktisch lernen, wie wichtig klare Grenzen und geschützte Zugänge sind. Manchmal spiegelt die Technik ziemlich genau, was am Himmel steht. Merkur war noch rückläufig: Ich durfte den gesamten Beitrag nochmal neu gestalten. Zum Glück hatte ich den Text zusätzlich am PC gespeichert und musste ihn nicht komplett neu schreiben. Das arge war, dass ich im Gespür hatte, dass ich gut vorarbeiten muss, hatte aber die Sicherheit auf meiner Homepage zu dem Zeitpunkt noch nicht hochgeschraubt.

(veröffentlicht am 23.07.2026, 13:20 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Fotoquellen: pixabay
Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag
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Wofür schlägt dein Herz?

Die Energie dieser Woche erinnert an eine Klarinettistin, die lange geübt hat. Während andere schon vor Publikum spielten, arbeitete sie im Hintergrund an ihrem Stück. Nun hebt der Dirigent den Taktstock und gibt ihr ein Zeichen. Der Einsatz gehört ihr.

So fühlt es sich oft an, wenn etwas in dir schon lange gereift ist – und du merkst: Jetzt bin ich dran.

In dieser Stimmung verändert sich auch die Zeitqualität.

Seit der Sommersonnenwende führte uns die Sonne durch den Krebs. Erinnerungen, Nähe und innere Orientierung standen im Mittelpunkt. Vieles durfte wachsen, bevor es sichtbar werden konnte. Am Mittwochabend wechselt die Sonne in den Löwen. Mit ihr beginnt das Herzstück des Sommers. Was in den vergangenen Wochen gereift ist, sucht nun seinen Ausdruck. Eine Idee möchte verwirklicht werden. Eine Begabung ihren Platz finden. Selbst ein altes Möbelstück, das mit Geduld restauriert wurde, steht nun fertig an seinem Platz und erzählt von der Freude, etwas mit den eigenen Händen vollendet zu haben.

Die eigene Aufgabe leben

Die Bhagavad Gita spricht einen Gedanken aus, der erstaunlich gut zu diesem Übergang passt:

„Besser ist es, die eigene Aufgabe unvollkommen zu erfüllen,
als die eines anderen vollkommen.“

(Bhagavad Gita 3,35)

Die Löwe-Zeit lenkt den Blick auf genau diese Frage: Wofür bin ich eigentlich da?

Jeder Mensch trägt Fähigkeiten in sich. Manche werden früh sichtbar, andere entfalten sich erst im Lauf des Lebens. Der eigene Auftrag muss weder spektakulär noch öffentlich sein. Er kann darin bestehen, Menschen zu führen, Kinder mit Liebe großzuziehen, Kranke zu begleiten oder mit ehrlicher Arbeit etwas Gutes entstehen zu lassen.

Die Sonne im Löwen erinnert daran, dass Gott niemanden als Kopie eines anderen gedacht hat. Jeder Mensch darf auf seine Weise Licht in die Welt bringen.

Aus Erkenntnis wird lebendiges Leben

Am Freitag beendet Merkur seine Rückläufigkeit.

In den vergangenen Wochen kreisten Gedanken oft um Vergangenes. Gespräche wurden verschoben, Pläne überarbeitet oder Erinnerungen neu eingeordnet. Nun beginnt sich der Blick wieder nach vorne zu richten. Entscheidungen fallen leichter und manches, das lange vorbereitet wurde, kommt wieder in Bewegung.

Das Sabische Symbol dieses Tages lautet:

„Die archetypische Seele wird mit Lebensinhalten erfüllt.“

Ein bemerkenswertes Bild.

Merkur bewegt sich durch den Krebs, das Zeichen der Herkunft, der Erinnerung und unserer inneren Wurzeln. Dieser Ursprung reicht weiter zurück, als wir mit unserem Verstand erfassen können. Jeder Mensch bringt Fähigkeiten, Erfahrungen und einen roten Faden mit, der sich wie durch die ganzen Leben zieht. Mit jeder Begegnung, jeder Entscheidung und jeder Herausforderung wird dieser Faden weitergesponnen.

Die eigene Lebensaufgabe zeigt sich deshalb selten in einem einzigen großen Augenblick. Sie wächst mit dem Leben selbst. Jede Erfahrung schenkt ihr mehr Tiefe, mehr Reife und mehr Gestalt.

Mit der Direktläufigkeit des Merkur fällt es leichter, diesen Weg wieder bewusst aufzunehmen und das Erkannte Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen. In diesen Tagen werden alte Gedanken oft klarer, und Gespräche, die lange „in der Luft hingen“, kommen besser zustande – genau das spiegelt diese Bewegung.

Wandle Arbeit um in Spiel

Mit dem Wechsel der Sonne in den Löwen verändert sich auch die Haltung, mit der wir unserem Alltag begegnen.

Im Horoskop des Sonneingress in den Löwen steht die Sonne für unseren deutschsprachigen Raum im sechsten Haus – dem Lebensbereich der täglichen Arbeit, der Aufgaben und des tätigen Dienens. Gerade hier setzt Valentin Tomberg einen überraschenden Akzent. In seinen Meditationen über dem Tarot, beim Gaukler, schreibt er:

„Wandelt die Arbeit um in Spiel.“ [1]

Der Satz lädt nicht dazu ein, Arbeit weniger ernst zu nehmen. Er erinnert daran, dass jede Aufgabe eine andere Qualität erhält, wenn sie aus Liebe geschieht.

Wer seinen Platz gefunden hat, arbeitet mit einer inneren Freude, die nichts mit Leichtfertigkeit zu tun hat. Aus Pflicht wird lebendige Erfüllung der eigenen Lebensaufgabe. Aus Anstrengung entsteht Schöpferkraft. Das Herz übernimmt die Führung. Das passt zur Sonne im Löwen.

Wenn ein Gärtner das Unkraut jätet, weil er „muss“ oder gar dabei zornig wird, weil es ihn anzipft, wo es überall sprießt – ist das eine ganz andere innere Geisteshaltung, als wenn er es tut, weil er sich schon freut, wie schön es in dem Garten aussehen wird, wenn alles entfernt ist – oder wenn er es aus Liebe zu dem Garten-Besitzer tut, weil dieser sich dann darüber freut. Dann wird die gleiche Arbeit leichter. Zudem wird er eher weiterempfohlen werden, wenn er so ein herzlicher Mensch ist – wobei dies nicht seine Motivation ist, nur ein Resultat. 

Mit Sonne-Jupiter im Löwen, im 6.Haus des Ingress-Horoskops, könnte es uns jetzt eher gelingen, die Arbeit spielerischer, leichter, mit Herzblut und Freude zu verrichten. Erfahrungen, die du in dieser Zeit machst, kannst du innerlich abspeichern und später bewusst wieder hervorholen, wenn es einmal wirklich ernst oder zäh wird. 

Jesus beschreibt zudem eine wichtige Haltung, die zu dieser Zeitqualität passt:

„Wer unter euch der Erste sein will, soll der Diener aller sein.“
(Markus 9,35)

Ein guter König dient seinem Volk. Ein guter Lehrer freut sich, wenn seine Schüler wachsen. Eine gute Mutter schenkt ihren Kindern Wurzeln und Flügel.

Wahre Größe entsteht dort, wo Liebe das eigene Ego übertrifft.

Die Atmosphäre der Woche

Bis Dienstag begleitet uns der Mond durch die Waage. Begegnungen gelingen leichter. Ein offenes Gespräch oder eine versöhnliche Geste können mehr bewegen als lange Diskussionen.

Ab Dienstag, 15:34Uhr führt der Mond durch den Skorpion. Gefühle gewinnen an Tiefe. Was unter der Oberfläche geschlummert hat, möchte verstanden werden, bevor der nächste Schritt gelingt.

Am Freitag, 03:06 Uhr zieht der Mond in den Schützen weiter. Die Seele gewinnt an Zuversicht. Was eben noch schwer wirkte, erscheint plötzlich in einem größeren Zusammenhang. Manches Problem verliert dadurch nicht seine Bedeutung, wohl aber seine Schwere. Es ergibt alles wieder mehr Sinn.

Am Sonntag, 15:44 Uhr bringt der Steinbock-Mond Ruhe und Konzentration. Aus guten Gedanken dürfen konkrete Schritte werden.

Bild: Tabby Cat

Die Strömung unter der Oberfläche

Im Hintergrund wirken langsamere Kräfte weiter.

Neptun ist seit Mitte Juli rückläufig und bildet u.a. Ende dieser Woche ein Trigon zur Sonne. Sehnsucht sucht nicht länger nur ferne Horizonte, sondern die Quelle, aus der sie selbst entspringt. Manche Träume werden überprüft, manche Ideale gewinnen an Tiefe. Wie Wasser, das langsam wieder klar wird, gilt es unter rückläufigen Neptun zu unterscheiden, was aus Gott kommt – und was nur aus unseren eigenen Vorstellungen. Wenn du merkst, dass manche Wünsche gerade „durchsiebt“ werden oder frühere Träume sich verändern, kann das genau diese Klärung sein – nicht gegen dich, sondern für einen tieferen Weg mit Gott.

Am Sonntag beginnt auch Saturn seine Rückläufigkeit. Sie lädt dazu ein, den eingeschlagenen Weg noch einmal bewusst zu betrachten. Was trägt wirklich? Was muss noch reifen, bevor es weiter wachsen kann? Das kann sich so zeigen, dass du Projekte langsamer angehst, Entscheidungen noch einmal prüfst oder Grenzen korrigieren musst – alles Hinweise darauf, dass dein Fundament tragfähiger werden möchte.

Jupiter begleitet die Löwe-Zeit wie ein freundlicher Rückenwind. Er schenkt Zuversicht und Vertrauen in den eigenen Weg. Gleichzeitig erinnert er daran, dass wahre Größe immer mit Demut verbunden bleibt. 

Gegen Ende der Woche zeichnen sich bereits die Themen der kommenden Tage ab – wenn die Sonne auf ihn zuwandert und die Opposition zu Pluto aktiviert, sowie das Quadrat zu Chiron noch anhält. Alte Verletzungen des eigenen Selbstwertes können sich bemerkbar machen. Ebenso taucht die Frage auf, wie wir mit Einfluss, Anerkennung oder Macht umgehen. Diese Bewegung wird uns in der nächsten Woche noch intensiver begleiten.

Den eigenen Ton finden

Die Klarinettistin spielt ihr Solo schließlich nicht, um Beifall zu sammeln. Sie spielt, weil ihre Stimme an genau dieser Stelle zur Musik gehört. Ihr Können steht im Dienst der Musik. Gerade dadurch berührt sie die Menschen, die ihr zuhören.

Jeder Mensch trägt eine eigene Melodie in sich. Diese Woche lädt uns ein, sie dort erklingen zu lassen, wo Gott sie hören möchte.

Es kann diese eine Entscheidung sein, dieses Gespräch oder dieser kleine Schritt, von dem du schon ahnst: Der gehört genau zu meinem Ton.

(veröffentlicht 16.07.2026, 13:40Uhr (AT))

Quellen:
[1] Valentin Tomberg, „Die Großen Arcana des Tarot – Meditationen“, Verlag Herder Basel, 1983, S.10

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Fotoquellen: pixabay
Radixe: imperastro
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  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
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Welche Geschichte möchte ich weiterleben?

Es gibt Tage, an denen wir zufällig ein altes Fotoalbum in die Hand nehmen.

Eigentlich wollten wir nur kurz darin blättern. Doch aus wenigen Minuten wird eine kleine Reise. Zwischen den vergilbten Seiten tauchen Gesichter auf, längst vergangene Sommer und Augenblicke, die damals ganz selbstverständlich wirkten. Erst mit etwas Abstand erkennen wir, was sie in uns hinterlassen haben.

Wir legen das Album schließlich wieder zurück.

Doch etwas ist anders.

Die Vergangenheit ist dieselbe geblieben.

Unser Blick auf sie hat sich verändert.

Genau diese Stimmung begleitet die neue Woche.

Die vergangenen Tage haben vieles in Bewegung gebracht. Unerwartete Begegnungen, neue Ideen und überraschende Wendungen wirken noch nach. Zu Beginn dieser Woche liegt diese Lebendigkeit weiterhin in der Luft. Gleichzeitig beginnt sich der Blick zu verändern. Aus den vielen Eindrücken kristallisiert sich langsam heraus, was wirklich Bedeutung hat.

So begleitet uns eine Frage durch diese Tage:

Welche Geschichte möchte ich weiterleben?

Erinnerungen, die nach vorne weisen

Mit Sonne und rückläufigem Merkur im Krebs richtet sich die Aufmerksamkeit auf das, was bereits Teil unseres Lebens ist. Der Mond begleitet diesen Weg zu Beginn der Woche und verbindet sich am Dienstag mit den beiden zum Neumond. Wie ein leeres Blatt zwischen den Seiten eines alten Fotoalbums lädt dieser Moment dazu ein, die eigene Geschichte mit neuen Augen zu betrachten und nachzufühlen.

Ein vertrauter Duft, ein altes Lied oder ein beiläufiger Satz genügt, und längst vergangene Augenblicke stehen wieder vor uns.

Gerade diese Erinnerungen können eine unerwartete Tiefe entfalten.

Sie zeigen nicht nur, woher wir kommen. Sie machen auch sichtbar, welche Erfahrungen uns geprägt, getragen und wachsen lassen haben.

Der Kirchenlehrer Bonaventura schrieb:

„Lasst uns nicht glauben, dass Lesen genügt ohne innere Berührung, Nachdenken ohne Hingabe, Forschen ohne Staunen, Wissen ohne Liebe.“

Weisheit entsteht nicht allein durch Verstehen.

Sie wächst dort, wo Erfahrungen ihren Platz im Herzen finden.

Wenn das Herz wieder lauter spricht

Ab Mittwoch bringt der Mond im Löwen mehr Wärme und Lebendigkeit in die Woche.

Ein Abend mit Freunden dauert länger als geplant. Kinderlachen erfüllt einen Park. Jemand erzählt begeistert von einer Idee, die schon lange in ihm gereift ist.

Das Leben möchte wieder Farbe bekommen.

Der Löwe erinnert daran, dass Freude eine Kraft ist, die verbindet und andere mitreißen kann. Was im Inneren gewachsen ist, möchte seinen Platz im Leben finden.

Bild: Aditya Saxena

Neue Impulse auf dem Prüfstand

Zu Beginn der Woche wirkt das Quadrat zwischen Venus und Uranus besonders deutlich.

So weht weiterhin ein frischer Wind durch Beziehungen, Stil und Werte.

Unerwartete Sympathien, spontane Ideen oder der Wunsch, etwas ganz anders zu machen, können überraschend auftauchen. Das Leben zeigt Möglichkeiten, die gestern noch außerhalb unseres Blickfeldes lagen.

Einige dieser Impulse vergehen so schnell, wie sie gekommen sind. Andere hinterlassen eine Frage, die bleibt. Gerade darin liegt ihre eigentliche Bedeutung.

Venus in der Jungfrau lädt dazu ein, innezuhalten und genauer hinzusehen.

Was passt wirklich zu meinem Leben?

Was fühlt sich auch dann noch stimmig an, wenn die erste Begeisterung nachlässt?

Unter der Oberfläche

Während im Alltag vieles Gestalt annimmt, wirken tiefere Strömungen weiter.

Neptun, Uranus, Jupiter und Pluto verändern die Zeitqualität nicht durch laute Ereignisse, sondern durch eine langsame Verschiebung unseres Blicks auf die Welt. Werte, Überzeugungen und Zukunftsbilder befinden sich in einem stillen Wandel, der sich oft erst im Rückblick erkennen lässt.

Auch das harmonische Zusammenspiel von Mondknoten und Chiron begleitet diesen Prozess. Erfahrungen, die lange als Schwäche oder Verwundung empfunden wurden, können sich zunehmend als Quelle von Mitgefühl, Reife und Orientierung erweisen.

Entwicklung geschieht dabei selten in großen Sprüngen.

Oft beginnt sie in dem Augenblick, in dem wir aufhören, gegen einen Teil unserer eigenen Geschichte anzukämpfen.

Das Wesentliche zeigt sich im Alltag

Von Freitag 02:07 Uhr bis Sonntag früh 06:56 Uhr begleitet uns der Mond durch die Jungfrau.

Das Fotoalbum steht inzwischen wieder im Regal.

Der Alltag wartet.

Eine Nachricht möchte beantwortet werden. Die Pflanzen brauchen Wasser. Der Einkauf ist zu erledigen. Die Küche wird aufgeräumt.

Äußerlich hat sich kaum etwas verändert.

Und doch gehen wir mit einem anderen Bewusstsein durch diese kleinen Aufgaben.

Wer erkennt, was wirklich wichtig ist, begegnet auch den unscheinbaren Dingen mit größerer Aufmerksamkeit.

Bild: Anuja Tilj

Ein weiter Blick

Am 16. Juli feiert die Kirche Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel.

Die Spiritualität des Karmel lädt dazu ein, innerlich still zu werden und den Blick zu weiten.

Wer früh am Morgen auf einen Berg steigt, erlebt, wie sich mit jedem Schritt die Aussicht verändert. Der Weg bleibt derselbe, doch der Horizont öffnet sich.

So wächst Klarheit oft ganz leise.

Nicht durch mehr Antworten, sondern durch eine neue Sicht auf das, was längst da ist.

Offenheit und Ausdauer

Am Sonntag 06:57 Uhr wechselt der Mond in die Waage.

Der Blick richtet sich auf Beziehungen, auf Begegnungen und auf das feine Gleichgewicht zwischen Nähe und Eigenständigkeit. Dabei wird schnell spürbar, wo etwas in Bewegung geraten ist – und wo ein neuer Ausgleich gesucht wird.

Mit Mars in den Zwillingen im Sextil zu Saturn im Widder treffen zum Wochenausklang Offenheit und Ausdauer aufeinander.

Was in den vergangenen Tagen Interesse geweckt hat, darf weiterverfolgt und vertieft werden. Ideen, Begegnungen oder Vorhaben erhalten Zeit, sich zu entfalten und ihren eigenen Rhythmus zu finden.

Die Woche endet mit derselben Einladung, mit der sie begonnen hat.

Ein Fotoalbum erzählt keine neue Geschichte.

Es hilft uns zu erkennen, wie die bisherige entstanden ist.

Wer seine Vergangenheit mit offenen Augen betrachtet, entdeckt darin oft den roten Faden, der auch die Zukunft trägt.

(veröffentlicht am 09.07.2026, 14:04 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag

Wochenvorschau 06.-12.07.2026

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Wenn die Begeisterung sich legt

Die erste Juliwoche beginnt mit einer Stimmung, die viele Menschen aus ihrem eigenen Leben kennen.

Nach einer Phase voller Eindrücke, Gespräche, Möglichkeiten oder neuer Ideen kehrt plötzlich Ruhe ein. Nicht die Ruhe eines abgeschlossenen Kapitels, sondern jene Ruhe, in der sich zeigt, was von all dem Erlebten tatsächlich noch Bestand hat.

Passend dazu steht die Sonne zu Wochenbeginn auf dem Sabischen Symbol:

„Angeheiterte und träge Leute ruhen nach einem großen Fest.“

Das Fest ist vorbei.
Die Aufregung hat sich gelegt.
Niemand muss mehr überzeugen, planen oder reagieren.

Erst jetzt wird sichtbar, was wirklich nachklingt.

Verstärkt wird diese Stimmung durch das exakte Quadrat zwischen Sonne und Saturn. Die Krebs-Energie der vergangenen Wochen wird dadurch nicht beendet, aber sie begegnet einer nüchternen Instanz. Gefühle, Wünsche und Vorstellungen werden auf ihre Tragfähigkeit geprüft.

Manches erweist sich als wertvoll. Manches verliert an Bedeutung. Manches verlangt nach Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen.

Die Woche stellt deshalb weniger die Frage, was wir uns wünschen, sondern vielmehr:

Was trägt auch dann noch, wenn die erste Begeisterung verflogen ist?

Vom Fühlen zum Verstehen

Auch der Mond erzählt in dieser Woche eine eigene Geschichte.

Bis Montagabend bewegt er sich noch durch die Fische. Die ersten Tage sind dadurch von einer erhöhten Sensibilität geprägt. Stimmungen werden intensiver wahrgenommen, Erinnerungen tauchen leichter auf und nicht jede Entscheidung verlangt sofort nach einer Antwort. Gerade zu Beginn der Woche kann es hilfreich sein, mehr zuzuhören als zu handeln.

Mit dem Wechsel in den Widder am Montag um 17:07 Uhr verändert sich die Atmosphäre spürbar. Nach den eher durchlässigen Fische-Energien wächst der Wunsch, aktiv zu werden. Gefühle drängen stärker nach Ausdruck, Geduld fällt mitunter schwerer und manche Menschen reagieren direkter als gewöhnlich. Die noch nachwirkende Mars-Uranus-Energie verstärkt diesen Impuls zusätzlich.

Am Mittwoch um 22:31 Uhr betritt der Mond den Stier. Die emotional bewegte erste Wochenhälfte sucht nun nach Stabilität. Vertraute Routinen, Natur, gutes Essen oder Zeit mit vertrauten Menschen können besonders wohltuend wirken. Gleichzeitig rücken Fragen nach Sicherheit, Selbstwert und den eigenen Ressourcen stärker in den Vordergrund.

Kurz nach Mitternacht, am Samstag um 00:42 Uhr, wechselt der Mond schließlich in die Zwillinge. Die Stimmung wird leichter und beweglicher. Gespräche, Begegnungen und neue Gedanken gewinnen an Bedeutung. Nach den intensiveren Tagen der Woche entsteht das Bedürfnis, Erlebtes auszutauschen und einzuordnen.

So beschreibt der Mondlauf beinahe den inneren Weg dieser Woche:

Zuerst nehmen wir wahr. Dann reagieren wir. Danach suchen wir Halt. Und schließlich versuchen wir zu verstehen.

Zwischen Aufmerksamkeit und Unruhe

Am Donnerstagabend 19:23 Uhr verlässt die Venus den Löwen und wechselt in die Jungfrau.

Dadurch verändert sich die Art, wie Beziehungen, Werte und auch ästhetische Vorlieben erlebt werden.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf Details. Auf das, was verbessert, verfeinert oder sorgfältiger gestaltet werden kann. Man interessiert sich weniger für große Versprechen als für die Frage, ob etwas im Alltag tatsächlich funktioniert.

Liebe zeigt sich jetzt oft durch Aufmerksamkeit. Durch genaues Hinsehen. Durch echtes Interesse. Durch die Fähigkeit wahrzunehmen, was anderen gefällt.

Gleichzeitig bringt die Jungfrau-Venus auch die Tendenz mit sich, Fehler schneller zu bemerken als zuvor. In Beziehungen, in Projekten, im eigenen Körper oder im alltäglichen Leben fällt stärker auf, was noch nicht stimmig erscheint.

Das Trigon zu Chiron unterstützt dabei die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen, ohne sich dafür verurteilen zu müssen. Heilung entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch einen freundlicheren Umgang mit den eigenen Unvollkommenheiten.

Doch bereits zum Wochenende wird diese ruhige und ordnende Bewegung durch Uranus aufgemischt.

Die Lust auf etwas Anderes

Obwohl sich die Mars-Uranus-Konjunktion langsam löst, bleibt ihr Einfluss spürbar. Die nervöse Aufbruchsstimmung der vergangenen Wochen verliert zwar etwas an Intensität, verschwindet jedoch nicht vollständig.

Mit dem Quadrat zwischen Venus und Uranus verlagert sich diese Spannung nun stärker auf Beziehungen, Vorlieben und Werte.

Plötzlich können Menschen feststellen, dass sie etwas anderes wollen als noch vor wenigen Tagen. 

Das Faible für Freiheit, Abwechslung oder einem frischen Impuls kann stärker werden. Beziehungen benötigen Luft zum Atmen. Routinen wirken enger als sonst. Auch finanzielle Entscheidungen oder ästhetische Vorlieben können überraschende Wendungen nehmen.

Die Herausforderung besteht darin, zwischen echter Erneuerung und bloßer Unruhe zu unterscheiden. Nicht jeder Impuls verlangt nach sofortiger Umsetzung. Manch Spontaneinkäufe könnten später bereut werden. Eingebungen möchten zunächst vielleicht nur wahrgenommen werden.

Bild: Enlightening_Images
Moses und die 10 Gebote

Was bleibt bestehen?

Während viele kurzfristige Konstellationen kommen und gehen, bleibt der größere Hintergrund erhalten.

Jupiter und Pluto stehen weiterhin in Opposition. Gleichzeitig wirken die unterstützenden Verbindungen zwischen Uranus, Neptun und Pluto fort.

Dadurch bleibt die Zeit von tiefgreifenden Veränderungsprozessen geprägt. Die Frage nach Macht, Einfluss, Anerkennung und persönlicher Integrität begleitet viele Entwicklungen weiterhin.

Gerade deshalb wirkt die erste Juliwoche wie ein Moment des Innehaltens innerhalb eines größeren Wandels.

Nicht alles muss sofort entschieden werden.
Nicht jede Möglichkeit muss verfolgt werden.

Vielleicht besteht die Qualität dieser Tage gerade darin, genauer zu erkennen, was Substanz besitzt.

Denn nachdem das Fest vorüber ist, zeigt sich oft deutlicher, wer geblieben ist, welche Gespräche nachwirken und was uns wirklich wichtig geworden ist.

Eine Begegnung mit der Zeitqualität

Astrologische Konstellationen zeigen Themen und Entwicklungstendenzen an. Wie sie sich konkret im Leben ausdrücken, kann sehr unterschiedlich aussehen.

Die folgende fiktive Geschichte ist deshalb keine Vorhersage, sondern eine mögliche Spiegelung der Zeitqualität.

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B. hatte am letzten Samstag einen Termin in der Webergasse. Schon von Weitem hörte er Stimmen, Trillerpfeifen und das dumpfe Murmeln einer Menschenmenge. Eine Demonstration zog durch die Straße.

Da er ohnehin in diese Richtung musste, schlängelte er sich zwischen den Menschen hindurch. Plötzlich drehte sich ein Kameramann zu ihm um.

„Darf ich Ihnen kurz eine Frage stellen?“

B. zuckte mit den Schultern und antwortete spontan. Es dauerte keine zwanzig Sekunden. Danach ging er weiter und dachte nicht mehr darüber nach.

Am Montag klingelte sein Telefon.

Sein Vater.

„Sag mal, seit wann gehst du eigentlich auf solche Demos?“

B. verstand zunächst gar nicht, worum es ging. Erst später schickte ihm ein Bekannter den Link zum Fernsehbeitrag. Dort war er tatsächlich zu sehen.

Ein kurzer Moment. Ein paar beiläufige Worte.

Und plötzlich hatten Menschen eine Meinung über etwas, das für ihn selbst kaum Bedeutung gehabt hatte.

Die Woche verlief hektisch. Termine reihten sich an Termine. E-Mails, Telefonate, Besprechungen.

Erst in der Nacht von Samstag auf Sonntag saß er mit seinem besten Freund in einer kleinen Bar und hatte zum ersten Mal seit Tagen das Gefühl, durchatmen zu können.

Dort fiel ihm eine junge Frau auf.

Kurze Haare. Strahlend blaue Augen. Ein Glencheck-Rock.

Als er zu ihr hinging, bemerkte er einen dezenten Duft. Nichts Aufdringliches. Irgendetwas erinnerte ihn an frisch gewaschene Wäsche.

Seltsam, dachte er. Und musste lächeln.

Sie kamen ins Gespräch. Die Themen wechselten schnell. Musik. Reisen. Bücher. Menschen, die sie mochten. Menschen, die sie nicht verstanden.

Es war eine jener Begegnungen, die man nicht plant. Eine zufällige Wendung des Abends. Ein Blick. Ein Gespräch. Eine unerwartete Sympathie zwischen zwei Menschen, die sich wenige Minuten zuvor noch völlig fremd gewesen waren.

Irgendwann lachte sein Freund und verschwand zur Bar.

Als B. später nach Hause ging, hatte er ihre Nummer im Handy.

Noch auf dem Heimweg fragte er sich, wann er zuletzt so schnell mit jemandem in Kontakt gekommen war.

In den folgenden Tagen bemerkte er jedoch immer deutlicher ihre Unterschiede.

Während er ständig neue Ideen entwickelte, liebte sie klare Abläufe.

Während er spontan entschied, prüfte sie erst die Details.

Während er Möglichkeiten sah, wollte sie wissen, ob etwas auch im Alltag funktionieren würde.

Je länger er darüber nachdachte, desto weniger beschäftigte ihn die Frage, ob sie interessant war.

Das war sie ohne Zweifel.

Die eigentliche Frage lautete:

Würde daraus auch etwas entstehen können?

Als er einige Tage später am offenen Fenster stand und der warme Sommerwind den Vorhang bewegte, musste er unwillkürlich lächeln.

Die vergangenen Wochen hatten vieles in Bewegung gebracht.

Neue Gedanken.

Neue Begegnungen.

Neue Möglichkeiten.

Doch nun schien etwas in ihm nach einer anderen Antwort zu suchen.

Nicht mehr:

„Was wäre alles möglich?“

Sondern:

„Was bleibt?“

(veröffentlicht am 02.07.2026, 14:25 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag

Jupiter im Löwen 2026/2027

Jupiter im Löwen 2026/2027

Jupiter im Löwen 2026/2027

Wenn die größten Erkenntnisse in der Stille wachsen

Wer an Jupiter im Löwen denkt, denkt vielleicht zunächst an Bühne, Sichtbarkeit und große Gesten. An Menschen, die strahlen. An Erfolg, Anerkennung und schöpferischen Ausdruck.

Doch dieses Jupitar erzählt eine etwas andere Geschichte.

Denn obwohl Jupiter durch das Zeichen Löwe wandert, befindet er sich in diesem Horoskop im 12. Haus des Rückzugs, der Stille und der unsichtbaren Prozesse. Vieles von dem, was in diesem Jahr wachsen möchte, beginnt nicht im Scheinwerferlicht. Es entsteht dort, wo niemand zusieht.

Manche Erkenntnisse kommen nicht durch Lautstärke. Nicht durch Reichweite. Nicht durch ständige Aktivität.

Sie entstehen in stillen Momenten.

In einem Gebet. In einer Meditation. In einem Traum. In einer Eingebung, die sich nicht logisch erklären lässt.

Oder in jenem Gefühl, dass man etwas längst weiß, obwohl man es nie gelernt hat.

Merkur ist in diesem Jupitar rückläufig. Deshalb ist nicht jede Erkenntnis sofort eindeutig. Manches möchte mehrfach betrachtet werden. Manches muss reifen. Nicht jede innere Stimme spricht mit derselben Klarheit. Gerade deshalb wird Unterscheidungsvermögen wichtig.

Der Weg dieser Zeit besteht nicht darin, jede Information sofort zu glauben. Sondern aufmerksam genug zu werden, um zwischen Lärm und Wahrheit unterscheiden zu können.

Löwe-Jupitar 2026

Die leise Stimme zwischen all den Antworten

Gleichzeitig zeigt die Opposition von Jupiter zu Pluto eine andere Seite dieser Zeit.

Der Alltag wird für viele Menschen nicht ruhiger werden. Im Gegenteil. Arbeit, Alltags-Druck, technische Entwicklungen und die immer größer werdende Informationsflut fordern unsere Aufmerksamkeit beinahe pausenlos ein.

Vielleicht zeigt sich die Spannung dieses Jupiter-Jahres genau darin, dass wir auf fast jede Frage innerhalb weniger Sekunden eine Antwort erhalten können.

Suchmaschinen stehen bereit. Künstliche Intelligenzen stehen bereit. Expertenmeinungen stehen bereit.

Doch manche Antworten lassen sich nicht recherchieren.

Sie wollen empfangen werden.

Es könnte eine der großen Aufgaben dieses Jahres sein, nicht nur die Maschinen zu befragen, sondern wieder der eigenen Seele, Gott und den Engeln zuzuhören.

Denn nicht jede Wahrheit spricht laut.

Mut zur eigenen Ausstrahlung

Trotz seiner stillen Seite bleibt Jupiter ein Löwe-Jupiter und der AC, sowie die Venus stehen ebenfalls im Löwen.

Es erinnert uns daran, dass Selbstvertrauen eine Sprache besitzt.

Menschen folgen oft nicht den perfekten Argumenten. Sie folgen Menschen, die aus Überzeugung sprechen.

Die Löwe-Betonung dieses Horoskops lädt dazu ein, die eigenen Talente nicht kleinzureden. Das eigene Licht muss nicht versteckt werden. Doch es gewinnt an Kraft, wenn es aus einer inneren Wahrheit heraus leuchtet und nicht nur nach äußerer Bestätigung sucht.

Wahre Größe entsteht nicht durch Bewunderung.

Sie entsteht durch Echtheit.

Auch Venus im Löwen unterstützt dieses Thema. Schönheit, Kreativität, Großzügigkeit und Herzlichkeit öffnen Türen. Wer mit Freude erschafft, wer andere inspiriert oder ermutigt, wird häufig mehr bewirken als jemand, der ausschließlich nach Erfolg strebt.

Foto: florendia

Erfolg durch Verbundenheit

Die Sonne im Krebs lenkt den Blick auf einen Bereich, der in unserer Zeit leicht übersehen wird.

Gemeinschaft. Freundschaft. Zugehörigkeit.

Erfolg entsteht in diesem Jupiter-Jahr nicht nur durch persönliche Leistung. Vieles entwickelt sich durch echte Beziehungen.

Menschen möchten gesehen werden.

Menschen möchten gehört werden.

Menschen möchten spüren, dass sie nicht bloß Teil einer Zielgruppe sind.

Wer andere wie Freunde behandelt, wer aufrichtiges Interesse zeigt und bereit ist, Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, legt ein Fundament, das weit tragfähiger ist als jede kurzfristige Reichweite.

Die Krebs-Energie der Sommersonnenwende wirkt dabei weiterhin im Hintergrund. Sie erinnert daran, dass Entwicklung nicht immer bedeutet, weiterzugehen.

Manchmal bedeutet sie, tiefer anzukommen.

Für die eigenen Werte einstehen

Eine starke Betonung des 10. Hauses lenkt den Blick auf Öffentlichkeit, Berufung und gesellschaftliche Sichtbarkeit.

Menschen, die neue Ideen vertreten, bestehende Systeme hinterfragen oder ungewohnte Wege beschreiten, könnten in diesem Jahr verstärkt Aufmerksamkeit erhalten.

Dazu gehören Lehrer, Heiler, Ärzte, Therapeuten, Astrologen, Energetiker, Entwickler, Techniker, Forscher und viele andere, die neue Impulse in die Welt bringen. Aber auch Sportler, die Automobil-Branche und leider auch die Rüstungsindustrie.

Mars und Uranus verleihen den Mut, eingefahrene Wege zu verlassen.

Doch Chiron erinnert gleichzeitig daran, dass Sichtbarkeit verletzlich macht.

Wer für seine Werte einsteht, macht sich angreifbar.

Wer seine Wahrheit ausspricht, wird nicht von allen verstanden werden.

Gerade deshalb geht es in diesem Jupiter-Jahr nicht nur um Erfolg, sondern auch um Charakter.

Es braucht Mut, sichtbar zu werden.

Und es braucht Weisheit, dabei sich selbst treu zu bleiben.

Amor am MC erzählt von einer besonderen Form der Durchsetzungskraft. Nicht jene, die sich durch Lautstärke behauptet, sondern jene, die aus dem Herzen kommt.

Die schönsten neuen Ideen entstehen oft dort, wo Begeisterung auf Mut trifft. Wo ein Mensch etwas nicht deshalb tut, weil er muss, sondern weil er es liebt.

Der Widder schenkt den Mut zum ersten Schritt. Amor erinnert daran, weshalb wir ihn überhaupt gehen.

Foto: Julia Sezemova

Begegnungen, die den Weg verändern

Der Mondknoten in den Fischen weist darauf hin, dass wichtige Entwicklungen oft über Begegnungen geschehen.

Nicht jede Verbindung entsteht zufällig.

Manche Menschen treten genau zur richtigen Zeit in unser Leben.

Manche Gespräche verändern mehr als jahrelanges Nachdenken.

Manche Türen öffnen sich erst, wenn wir den Mut finden, auf andere zuzugehen (Andree am DC).

Dabei geht es nicht nur um bestehende Beziehungen. Auch Begegnungen mit zunächst fremden Menschen können bedeutsam werden (Wassermann-DC).

Vertrauen wächst häufig dort, wo wir bereit sind, einander offen zu begegnen.

Die eigentliche Botschaft dieses Jupiter-Jahres

Dieses Jupitar spricht erstaunlich wenig von äußerem Erfolg.

Es spricht von innerem Reichtum.

Von Erkenntnissen, die nicht erzwungen werden können.

Von Vertrauen. Von Verbundenheit. Von der Bereitschaft, den feinen Impulsen des Lebens zuzuhören.

Die größte Weisheit dieser Zeit entsteht möglicherweise nicht auf einer Bühne und auch nicht auf einem Bildschirm.

Sie entsteht dort, wo es still wird.

Vielleicht liegt genau darin das Geschenk dieses Jupiter im Löwen.

Dass das Licht, nach dem wir suchen, längst in uns leuchtet.

Und dass der Himmel uns manchmal mehr offenbaren möchte, als jede künstliche Intelligenz es je könnte.

(veröffentlicht am 27.06.2026, 14:30Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag