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Wochenvorschau 17.-23.08.2026

Was bleibt, wenn ein Zuhause sich verändert?

Auf dem Küchentisch liegen mehrere Ordner, ein Schlüsselbund und eine Liste mit Dingen, die noch erledigt werden müssen. Im Flur stehen bereits die ersten Kartons. Das Haus der Großeltern ist seit ihrem Umzug ins Heim zum ersten Mal wirklich leer genug, um sich vorzustellen, dass hier bald etwas Neues entstehen wird.

Noch weiß niemand genau, wo er anfangen soll.

Der Keller müsste ausgeräumt werden. Einige Möbel sollen bleiben, andere werden verteilt. Unterlagen müssen durchgesehen werden. Und irgendwo wartet schon die Farbe für die Wände, denn wenn das Haus ohnehin verändert wird, darf es auch wieder schöner werden.

Es ist erstaunlich, wie schwer es sein kann, einen Raum auszuräumen, in dem so viel Leben stattgefunden hat und Erinnerungen hängen.

Mit Mars Quadrat Neptun Anfang der Woche verpufft der Tatendrang. Man möchte helfen, etwas erledigen, vorankommen – und merkt dabei, dass die eigene Kraft nicht unbegrenzt ist. Wer alles selbst übernehmen will, kann schnell an einen Punkt kommen, an dem aus Hilfsbereitschaft Erschöpfung wird.

Der erste Schritt ist deshalb gar nicht das Tragen der ersten Kiste, sondern das gemeinsame Gespräch. Mit Merkur Trigon Saturn Anfang der Woche können Gedanken gut geordnet und strukturiert werden.

Was muss wirklich getan werden? Wer kann was übernehmen? Welche Unterlagen werden noch gebraucht? Was kann warten? Und was soll mit den Dingen geschehen, die seit Jahrzehnten ihren Platz im Haus haben?

Was soll bleiben?

Am Montagabend wechselt der Mond in den Skorpion. Die Aufmerksamkeit wandert tiefer in das Haus hinein.

Schubladen werden geöffnet, Schränke ausgeräumt, der Keller wird durchgesehen. Dinge kommen zum Vorschein, die lange niemand mehr in der Hand gehabt hat. Ein Brief zwischen alten Papieren. Ein Gegenstand, dessen Geschichte noch jemand kennt. Etwas, das längst vergessen schien und plötzlich wieder in Erinnerung kommt.

Beim Aufräumen zeigt sich, dass Dinge nicht denselben Wert haben.

Was äußerlich alt und unbrauchbar aussieht, kann einem Menschen besonders viel bedeuten. Ein anderer Gegenstand ist teuer gewesen und darf trotzdem ohne großes Bedauern gehen.

Auch darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Denn was ist es eigentlich, das einen Gegenstand wertvoll macht? Seinen Preis? Seine Schönheit? Seine Geschichte? Die Erinnerung an einen Menschen?

Venus in der Waage in Opposition zu Saturn bringt dabei nicht nur die Frage nach dem Abschied mit. Die Venus bildet auch ein Sextil zu Jupiter im Löwen. Sie möchte gestalten. Wenn schon vieles verändert wird, soll das Haus wieder freundlich und hell werden. Ein Raum bekommt vielleicht eine neue Farbe. Ein altes Möbelstück wird aufgearbeitet. Man überlegt, was zusammenpasst und wie aus den vertrauten Räumen wieder etwas Schönes entstehen kann.

Viele Hände

Ab Mitte der Woche bildet die Sonne eine Opposition zum Mondknoten im Wassermann. Aus dem Vorhaben wird eine gemeinsame Arbeit.

Freunde kommen dazu. Einer bringt Werkzeug mit, eine andere Kaffee und Kuchen. Jemand hat einen Anhänger, jemand weiß, wo man etwas günstig bekommt. Was allein schwer gewesen wäre, geht plötzlich leichter.

Es ist eine besondere Erfahrung, wenn Menschen ihre Fähigkeiten zusammenlegen.

Der eine kann etwas reparieren. Die andere kennt sich mit den Unterlagen aus. Einer hat Kraft, ein anderer Geduld. Jemand sieht sofort, welche Farbe zu einem Raum passen könnte.

Gleichzeitig werden die Entscheidungen konkreter. Was soll renoviert werden? Welche Dinge können mitgenommen werden? Was ist zu viel, was passt noch zum neuen Leben?

Einige Dinge werden gehen müssen. Das kann wehtun, selbst wenn man weiß, dass es vernünftig ist.

Vielleicht wird eine alte Kommode verschenkt. Vielleicht findet das Geschirr der Großeltern einen neuen Platz bei verschiedenen Familienmitgliedern. Vielleicht bleibt von einem ganzen Schrank nur ein kleines Stück übrig, das jemand mit nach Hause nimmt.

Loslassen und Wertschätzen schließen einander nicht aus.

Ein Blick nach vorn

Am Donnerstagvormittag wechselt der Mond in den Schützen.

Nach all dem Sortieren und Entscheiden tut es gut, einmal aus dem Haus hinauszutreten. Von draußen sieht man die Dinge anders.

Die Fenster sind offen. In einem Zimmer ist die alte Tapete verschwunden. Im Garten stehen noch die Spuren der Arbeit. Zum ersten Mal lässt sich erahnen, wie der Ort aussehen könnte, wenn er nicht mehr nur das Haus der Großeltern ist.

Ein vertrauter Ort darf eine neue Geschichte bekommen.

Das bedeutet nicht, dass die alte ausgelöscht wird. Im Gegenteil: Gerade weil sie da war, kann etwas Neues darauf aufbauen.

Am Freitagabend wechselt der Mond in den Steinbock. Jetzt wird wieder nüchterner gerechnet und geplant. Was ist noch zu erledigen? Was kostet es? Wer übernimmt welchen Teil? Welche Arbeiten müssen tatsächlich noch gemacht werden?

Ein Haus lässt sich nicht allein mit guten Absichten verändern.

Es braucht Zeit, Hände, Geduld – und manchmal auch die Bereitschaft, sich etwas zeigen zu lassen.

Was wir voneinander lernen

Am Samstagmorgen wechselt die Sonne in die Jungfrau und bildet ein Trigon zu Chiron im Stier.

Die großen Entscheidungen sind getroffen. Jetzt kommen die kleinen Dinge.

Ein Fenster muss noch geputzt werden. In einer Ecke liegt Staub. Eine Schublade wird ausgewischt. Werkzeuge werden zurückgelegt. Die letzten Kartons bekommen ihre Beschriftung.

Gerade in diesen unscheinbaren Tätigkeiten zeigt sich etwas, das leicht übersehen wird: Wir müssen nicht alles selbst wissen und können.

Jemand weiß, wie man eine alte Tür wieder gängig macht. Jemand kennt sich mit den Unterlagen aus. Eine andere Person hat Erfahrung mit Renovierungen. Einer hat einfach ein gutes Auge dafür, was einem Raum fehlt.

Lernen bedeutet nicht immer, in einem Kurs zu sitzen oder ein Buch aufzuschlagen.

Oft lernen wir, indem wir einem Menschen zusehen, der etwas kann. Und manchmal besteht die eigene Stärke gerade darin, sagen zu können: „Zeig mir, wie das geht.“

Erfahrungen dürfen aufgenommen und in etwas Praktisches verwandelt werden. Was wir von anderen lernen, bleibt nicht bloß Wissen. Es kann zu einer Fähigkeit werden, die unser eigenes Leben bereichert.

Dies ist eine Form von Großzügigkeit: Menschen helfen einander nicht nur, indem sie etwas abnehmen. Sie geben einander auch etwas von ihrem Können weiter.

Und während die Sonne den Löwen verlässt und in die Jungfrau tritt, verändert sich damit auch die Art, wie sich Größe zeigen kann.

Es muss nichts Großes mehr geschehen. Ein Raum wird sauber. Ein Gegenstand wird repariert. Eine Aufgabe wird sorgfältig erledigt. Jemand reicht jemand anderem die Hand.

Das Haus ist am Ende der Woche vielleicht noch nicht vollkommen fertig. Aber es hat bereits begonnen, sich zu verwandeln. Wir müssen nicht sofort wissen, wie alles werden soll.

Wir dürfen zuerst anschauen, was da ist. Wir dürfen uns helfen lassen. Wir dürfen lernen. Wir dürfen entscheiden, was bleiben darf und was seinen Weg weitergehen darf.

Und dann können wir anfangen, das Neue mit derselben Sorgfalt zu behandeln, mit der wir das Alte in Ehren gehalten haben.

(veröffentlicht am 13.08.2026, 12:20 Uhr (AT))

Meine allgemeinen Quellen und weiterführende Literatur

Bildquellen: pixabay
Radixe: imperastro
Literatur:

  • Alle Texte vom Frank Felber, aus seinen Büchern (hier erhältlich), aus seinen Blog-Beiträgen von ihm und seinen Freunden auf dem AstroPointer, sowie seiner vorhergehenden Homepage frankfelber.at, all seine Deutungstexte auf imperastro.com (! Empfehlung !)
  • Die Grundlagentexte zur klassischen Astrologie, die im Grund-, Fortgeschritten- & Meisterkurs vom Allgeier & Noé Verlag zusammengetragen wurden
  • Die Bücher von Robert Hand: „Das Buch der Transite“, „Planeten im Composit“, Kailash Verlag
  • Daniela Weise und Klemens Ludwig: „Das große Lexikon der Astrologie“, Bassermann Verlag
  • Michael Roscher und Werner Völkel: „Das Buch der Häuserherrscher – Querverbindungen im Horoskop“, Chiron Verlag
  • Marc Edmund Jones: „Die sabischen Symbole in der Astrologie“, Edition Astrodata
  • Isidore Kozminsky: „Tierkreisgrade und die Kraft der Planeten – Deutungen für jeden Grad des Zodiaks“, Chiron Verlag
  • Jan Spiller: „Astrologie und Seele – Der Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung“, Knaur MensSana Taschenbuch Verlag
  • Helena Paterson: „Keltische Astrologie – Die 13 Monde der Druiden“, Silberschnur
  • Steve Cozzi: „Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop“, Chiron Verlag
  • Bücher von Stephen Arroyo: „Astrologie und Partnerschaft – Neue Dimensionen in der Astrologie“, „Astrologie, Psychologie und die vier Elemente“, „Astrologische Psychologie – Die Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zum Kosmos“, „Astrologie, Karma und Transformation“, Iris Verlag
  • Bücher von Liz Greene und Howard Sasportas: „Entfaltung der Persönlichkeit durch psychologische Astrologie“, „Dimensionen des Unbewussten in der psychologischen Astrologie“, Chiron Verlag
  • Liz Greene und Stephen Arroyo: „Saturn und Jupiter – Neue Aspekte astrologischer Praxis“, Iris Verlag
  • Weitere Bücher von Liz Greene: „Die Botschaft des göttlichen Feuers – Die Sonne im Horoskop und der kreative Weg zu Individualität und Berufung“, „Saturn – Die positiven Charakterzüge des »Übeltäters« im Horoskop“, „Relating – Astrologie der Beziehungen“, „Neptun – Die Sehnsucht nach Erlösung“, „Die inneren Planeten – Venus, Mars und Merkur in der Mythologie und im Horoskop“, „Das Composit – Im Horoskop das Wesen von Beziehungen erkennen“, „Prognose und psychologische Dynamik – Das Horoskop und was es offenbart“, „Schicksal und Astrologie – Die Familie im Spiegel des Horoskops“, Chiron Verlag
  • Howard Sasportas: „Die zwölf Häuser, „Schattenseiten der Seele – Extreme Seelenzustände und Astrologie“, „Jenseits von Saturn – Pluto, Neptun, Uranus. Eine Astrologie des Kollektiven“, Chiron Verlag
  • Erin Sullivan: „Rückläufige Planeten: Aufbruch in die innere Landschaft“, Edition Astrodata
  • Dane Rudhyar & Leyla Rael-Rudhyar: „Der Sonne-Mond-Zyklus: ein Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeit“, Edition Astrodata
  • Barbara Clow: „Chiron: Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten“, Iris Verlag
  • Melanie Reinhart: „Chiron: Der verwundete Heiler“, Edition Astrodata
  • Reinhold Ebertin: „Kombination der Gestirneinflüsse“, Chiron Verlag